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Schwermetalle


Sammelbezeichnung für Metalle mit einer Dichte von über 4,5 g/cm3.

Es gibt lebensnotwendige (essentielle) S. (z.B. Zink, Eisen, Mangan, Kupfer) und giftige S. (z.B. Cadmium, Quecksilber, Blei).

S. sind natürliche Bestandteile der Erdkruste. S. werden durch Verarbeitung oder Nutzung durch den Menschen als Emissionen, flüssiger oder fester Abfall (Klärschlamm) und mit Agrochemikalien der Umwelt zugeführt (Bioakkumulation), wodurch sie in die Nahrungskette gelangen.

Beispiele für S.-Quellen aus der Industrie ist die Kunststoffverarbeitung (z.B. Cadmium), die Metallveredelung (z.B. Chrom, Cadmium) oder der Einsatz von S. als Katalysatoren (z.B. Nickel).

S. werden z.B. von Pflanzen aus dem Boden aufgenommen, über die Nahrungskette gelangen sie direkt oder über Tiere zum Menschen und schließlich wieder in den Boden. Da S. nicht abbaubar sind, gelangen sie aus diesem Kreislauf nie mehr hinaus.

Eine Reihe von S. reichern sich an Stellen dieses Kreislaufes an und führen ab einer bestimmten Konzentration zu Vergiftung von Boden, Pflanze, Tier oder Mensch. Z.T. können S., die in den Kreislauf Boden-Pflanze-Tier-Mensch-Boden gelangt sind, durch "Passivmaßnahmen" (Kalkung, alkalische Düngemittel) im Boden festgelegt und damit unschädlicher gemacht werden. Ziel muß es aber sein, eine weitere Zufuhr von S. zu verhindern.

Siehe auch: Minamatakrankheit; Grenzwerte: Trinkwasserverordnung, Klärschlammverordnung

Weiterführende Informationen:


Haupttreffer:

Schwermetall im Trinkwasser! Schwermetall im Trinkwasser!
Frankfurt a.M., 16.02.2008: Uran ist nicht nur ein Radionuklid, sondern auch ein giftiges Schwermetall, das sich im Körper anreichert und schon in geringen Mengen Organe schädigen kann. Je nach geografischer Herkunft steckt es in unterschiedlichen Mengen in Mineral- und Trinkwasser. Prof. Ewald Schnug, jetzt Leiter des Instituts für Pflanzenbau und Bodenkunde, hat bundesweit Trinkwasserproben genommen und ...
Bleihaltige Armaturen können Schwermetall ins Trinkwasser abgeben Bleihaltige Armaturen können Schwermetall ins Trinkwasser abgeben
Frankfurt a.M., 05.01.2008: Nahezu alle Sanitärarmaturen werden aus bleihaltigem Messing gefertigt und können deshalb das giftige Schwermetall ins Trinkwasser abgeben. Die Bleizusätze machen das Messing besser bearbeitbar. Mittlerweile wurden von der Industrie Messinglegierungen ohne Blei entwickelt, wie Ecobrass und Ecocast, wobei das Blei meist durch Silizium ersetzt wurde.
Schwermetall am Fussballplatz Schwermetall am Fussballplatz
Innsbruck, 24.08.2007: Auf einem ehemaligem Bergbaugebiet errichtete die Gemeinde Nassereith bereits in den 70er Jahren einen Fußballplatz und nun eine Eislaufanlage. Aber Sport und Spiel in der wunderschönen Natur könnten auf die Gesundheit der TirolerInnen nicht den gewünschten positiven Effekt haben. Auf eine genauere Prüfung des kontaminierten Bodens wurde nämlich verzichtet.
Schwermetalle: Pflanzen wehren sich mit Antioxidantien Schwermetalle: Pflanzen wehren sich mit Antioxidantien
Bonn, 06.10.2004: Antioxidantien sind Substanzen, die in der Lage sind, so genannte freie Radikale abzufangen und so Menschen, Tiere und Pflanzen vor diesen aggressiven Teilchen zu schützen. Freie Radikale werden verstärkt bei Anwesenheit von Metallen gebildet. Auf schwermetallhaltigen Böden können Pflanzen nur deshalb wachsen, weil sie genügend Schutzstoffe enthalten, die sie vor freien Radikalen schützen.
Buchrezension: Schwermetall-Bindungsformen in hochtemperatur-behandelten Feinkornrückständen aus Bodenwaschanlagen Buchrezension: Schwermetall-Bindungsformen in hochtemperatur-behandelten Feinkornrückständen aus Bodenwaschanlagen
Köln, 10.12.2003: Mit dem vollständigen Inkrafttreten der TA-Siedlungsabfall im Jahre 2005 wird es nicht mehr zulässig sein, Böden mit einem Organikgehalt von mehr als 5 Gew.% zu deponieren. Daraus resultiert zukünftig sehr wahrscheinlich eine Zunahme besonders der thermischen Sanierungsaktivitäten, da nur diese Verfahren eine vollständige Zerstörung organischer Schadstoffe gewährleisten.


Stand: 8. Mai 2001

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