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Reizstoffe


R. werden entweder als Gase oder als feine Sprühnebel (Aerosole) eingesetzt und wirken allgemein reizend auf Augen-, Nasen und Rachenschleimhaut.
Dort verursachen sie ein Anschwellen und vermehrte Flüssigkeitsausscheidung (z.B. Tränen). Bereits im Ersten Weltkrieg wurden R. eingesetzt, die augenreizend wirken. Zu dieser unter der Bezeichnung Weißkreuz bekannten Gruppe zählen z.B. Bromaceton, Chloraceton, CN- und CS-Gas. Die auf Nasen- und Rachenschleimhaut wirkenden R. werden unter der Bezeichnung Blaukreuz zusammengefaßt.
Neben den beabsichtigten Wirkungen haben R. noch Nebenwirkungen, wie am Beispiel der Tränen-R. CN- und CS-Gas (Chemische Keule) deutlich wird. CN-Gas führt in hoher Konzentration zu Hornhauttrübung, in schweren Fällen sogar zum Verlust des Augenlichts, auch Hautentzündungen und allergische Reaktionen sind dokumentiert. In neuester Zeit verstärken sich Hinweise, daß CN- und CS-Gas sogar eine krebserzeugende Wirkung zuzuschreiben ist.
Angesichts solcher Nebenwirkungen bleibt die Frage, ob der Einsatz dieser chemischen Kampfstoffe zur Auflösung von Demonstrationen durch die Polizei weiterhin zu vertreten ist. Auch die Möglichkeit für Privatpersonen, Sprühdosen mit CN- und CS-Gas zum Selbstschutz käuflich zu erwerben, muß äußerst kritisch bewertet werden.

Lit.: D.Schrempf: Chemical-Mace - Wie gefährlich ist Chloracetophenon?; in: Chemie in unserer Zeit, 1978, S.146


Stichwortstand: 1993


Häschen-Quälerei Häschen-Quälerei
Frankfurt, 24.01.2009: Statt an Versuchstieren sollen Chemikalien künftig an Modellen menschlicher Haut auf Reizstoffe geprüft werden. Zumindest hatte sich darauf eine Kommission der OECD im November 2008 geeinigt. Die Novelle solle umgehend auf EU- und ab Frühjahr auch auf OECD-Ebene umgesetzt werden, hieß es.
Holzfaserdämmstoffe auch für Allergiker geeignet Holzfaserdämmstoffe auch für Allergiker geeignet
Wuppertal, 06.06.2007: Die schönste Jahreszeit ist für viele Mitmenschen nur halb so schön: Sobald die Bäume ausschlagen und die Gärten ihre Blütenpracht entfalten, juckt, tränt, trieft und niest es allenthalben. Millionen Bundesbürger reagieren auf bestimmte Reizstoffe in ihrer Umgebung äußerst sensibel.
Steigende Gewässerbelastung durch Hitzewelle - Infektionsgefahr für Hunde Steigende Gewässerbelastung durch Hitzewelle - Infektionsgefahr für Hunde
Hamburg, 25.07.2006: Bei den derzeit herrschenden hochsommerlichen Temperaturen ist ein kühles Bad für viele Vierbeiner eine willkommene Erfrischung. Doch mit den Temperaturen steigt auch die Belastung der Gewässer durch Bakterien, Viren und Einzeller. Besonders gefährlich sind flache, stehende Gewässer und Pfützen. Insbesondere Fäkalkeime wie E.coli oder Fäkalstreptokokken sind die Erreger klassischer Wasserseuchen.
Weniger ist mehr Weniger ist mehr
Frankfurt, 05.09.2004: Babybäder sollen mild reinigen und dabei gleich noch pflegen. Manchmal bewirken sie aber das Gegenteil: Allergisierende Duftstoffe oder problematische Emulgatoren können Babys Haut strapazieren, fand das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST nach einer Untersuchung von 25 Baby- und Kinderbädern heraus.
Chemische Kampfstoffe geächtet, aber nicht abgeschafft Chemische Kampfstoffe geächtet, aber nicht abgeschafft
Köln, 11.12.2001: In den beiden Golfkriegen wurde zuletzt über chemische und biologische Kampfstoffe diskutiert, seither ist die öffentliche Diskussion bis zu den aktuellen Anthrax-Anschlägen in den USA weitgehend verstummt.


Stand: 8. Mai 2001

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