|
|
T. bezeichnet die Lehre von den schädlichen Wirkungen chemischer Substanzen auf lebende Organismen. Die giftige Wirkung ist abhängig von der Dosis, der Dauer der Einwirkung und der Art der Aufnahme in den Körper. Chemische Substanzen können über die Haut oder die Schleimhäute (verschlucken, einatmen) aufgenommen werden. Die T. hat die Aufgabe, die möglichen Schäden zu erfassen, zu beschreiben und einzustufen. Man unterscheidet akute, subakute, chronische und subchronische Wirkungen. Seit einiger Zeit gehören auch die Untersuchungen von den immer häufiger auftretenden Allergie auslösenden Stoffen zu einem wichtigen Teilbereich der T.
Toxische Wirkungen können praktisch in allen Organen auftreten; vor allem betroffen sind Leber, Nieren, Nervensystem, Haut und Schleimhäute. Bei krebserregenden und erbgutverändernden Substanzen beispielsweise können schon geringste Mengen, die weit unter eventuell vorhandenen Grenzwerten liegen, bei Mensch und Tier zu Schäden führen.
Es gibt eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften, die vor Krankheiten durch chemische Stoffe schützen sollen. Im Bereich des Arbeitsschutzes sind es z.B. die MAK-Liste, die Verordnung über gefährliche Stoffe, die am 1.10.86 (zuletzt geändert am 23.4.1990) die alte Arbeitsstoff-VO ablöste, da die Chemikalien nicht nur am Arbeitsplatz, sondern als Gefahrstoff in allen Lebens- und Umweltbereichen auftreten. Gefahrstoffverordnung und verschiedene Unfallverhütungsvorschriften. Siehe auch Ökotoxikologie
Lit.: Lohs/Elstner/Stephan: Fachlexikon Toxikologie; Ecomed Verlag Landsberg 1999
Weiterführende Informationen:
|
Gift-Cocktail in Kinderspielzeug: Gesetze verschärfen, Hersteller in die Verantwortung nehmen
Nürnberg/Berlin, 07.02.2010: Zum Auftakt der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg warf der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Herstellern von Kunststoffspielzeug vor, durch mit Schadstoffen belastete Produkte die Kindergesundheit auf Spiel zu setzen. Dieses Spielzeug enthalte häufig hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher, bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen. |
|
Neue japanische Regierung soll Verkauf von giftigem Wal- und Delfinfleisch verbieten
München, 24.11.2009: Offener Brief von Arten- und Verbraucherschutzverbänden! Eine internationale Allianz aus 49 Verbraucherschutz- und Umweltverbänden sowie Wissenschaftlern hat heute die neue japanische Regierung aufgefordert, die Jagd auf Kleinwale und Delfine sofort zu beenden. Darüber hinaus fordern die Verbände, den Verkauf des mit Quecksilber und anderen Giftstoffen stark belasteten Fleisches zu verbieten. |
|
Sind Weihnachtssterne giftig?
München, 24.11.2009: Nun schmücken sie wieder das Heim, in leuchtenden Rottönen, manchmal auch in zartem Weiß: die Weihnachtssterne. Weil der Saft der wolfsmilchhaltigen Gewächse Diterpene enthält, die die Haut stark reizen und allergische Reaktionen hervorrufen können, gelten wildblühende Weihnachtssterne als giftig. Tatsächlich kann der Verzehr ihrer Blätter zu einer Vergiftung führen, die mit Übelkeit und Brechreiz einhergeht und zu Schläfrigkeit und Benommenheit ... |
|
Giftige Tomaten im Garten
Bonn, 03.11.2009: Eine der größten Herausforderungen in Unterglaskulturen ist das richtige Pflanzenschutzmanagement gegen Schadinsekten und Pilzbefall. Ziel dabei ist es, einen auftretenden Befall rechtzeitig zu erkennen, um möglichst wenig Pflanzenschutzmittel einsetzen zu müssen. Zurzeit bieten sich dafür nur zeit- und arbeitsaufwändige Inspektionen der Pflanzen an. Die Entdeckung eines niederländischen Doktoranden der Universität Wageningen könnte den Pflanzenschutz im Unterglasanbau revolutionieren. |
|
Giftige Currywurst
München, 02.11.2009: Greenpeace entdeckt Pestizide in Curry-Gewürz, Paprikapulver und Petersilie - Strafanzeige gegen Metro. Vorsicht ist auch bei Gewürzen geboten, warnt die Umweltorganisation Greenpeace. Die Pestizidbelastung von getrockneten Kräutern und Gewürzen hat sich nach Untersuchungen von Greenpeace im Vergleich zum Vorjahr nicht gebessert: Mehr als ein Viertel der 37 Proben aus konventionellem Anbau musste Greenpeace als "nicht empfehlenswert" ... |
Stand:
6. Mai 2001 |