Silikose

Silikose

Was ist eine Silikose?

Silikose bezeichnet eine schwere Erkrankung des Atemsystems. Das Lungengewebe trägt bei der Einatmung von Quarzstaub Narben von sich. Aus diesem Grund wird Silikose im Volksmund oft als Quarzstaublunge bezeichnet. Gerade im Bergbau oder bei Diamantenschleifern, wo viel mit Quarzstaub gearbeitet werden muss, besteht erhöhte Gefahr auf diese Krankheit. Außerhalb dieser beruflichen Tätigkeit tritt dieses Symptom so gut wie gar nicht auf.

Wo liegen die Ursachen?

Durch das Einatmen der Luft im Bergbau geraten die Quarzstaubpartikel in die Lunge und setzen sich dort fest. Da die Partikel sehr klein sind und bis in die Lungenbläschen vordringen können, versucht das körpereigene Immunsystem sie zu stoppen. Leider sind sie nicht in der Lage die Chemie aus der Lunge herauszustoßen.

Nach einiger Zeit sterben die Immunzellen ab und setzen die eingeatmeten Partikel wieder freu. Zur Folge dessen versucht die nächste Immunzelle dies zu verhindern mit dem gleichen Ergebnis. Durch die Quarzpartikel und den abgestorbenen Zellen wird die Lunge bis zur Erzündung gereizt. Nach einer gewissen Zeit folgt auf die Silikose eine sogenannte Vernarbung oder Verhärtung des Lungengewebes. Dementsprechend hat dies Auswirkungen auf die Atmung.

Therapie und Behandlung

Je früher die Silikose im Bereich der Lunge gefunden wird, desto bessere die Chancen auf Reduzierung des Gesamtschadens. Bislang gibt es keine Möglichkeit Silikose zu heilen. Ziel der Forschung ist deshalb in erster Linie das Stoppen beziehungsweise die Verlangsamung des Narbenprozesses, welcher sich bei Einatmung der Artikel in Gange setzt.

Zudem wird durch eine Behandlung versucht die entstandenen körperlichen Schmerzen zu lindern. Bei Entzündungen werden verschiedene Präparate eingesetzt. Personen, welche stark an der Silikose leiden, müssen sich einer Langueitsauerstofftherapie unterziehen. Die Patienten bekommen Tag für Tag bis zu 16 Stunden zusätzlichen Sauerstoff mittels Schläuche durch die Nase verabreicht.