Recycling

Recycling

Gesetzliche Definition von Recycling

Die wirtschaftliche Wiederverwertung von Produktions- und Konsumgütern – oder Teilen davon – wird als Recycling bezeichnet. Gemäß EU-Richtlinie zählt „jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfallmaterialien zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden“ dazu. Die energetische Verwertung zur Stromerzeugung fällt nicht in die Definition von Recycling nach EU-Standards.

Alltäglicher Gebrauch des Wortes

Umgangssprachlich jedoch werden sowohl die Wiederverwendung, also die mehrfache Nutzung eines Gebrauchsguts, als auch die Stromerzeugung durch Abfallverwertung unter diesem Oberbegriff subsumiert. Der Volksmund spricht von Recycling, wenn davon die Rede ist, Ressourcen zu schonen. Sei es durch Wieder- oder Mehrfachverwendung bereits hergestellter Güter. Oder, indem Müll anstatt fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung genutzt wird.

Abfallhierarchie

Als Grundlage für gesetzgeberisches Handeln dient in Sachen Abfall eine fünfstufige Prioritätenliste. Danach gilt es zunächst, Abfall möglichst zu vermeiden. Auch Umweltbelange, beispielsweise die Gefährdung durch besondere chemische Verbindungen wie FCKW, zählen dazu. Auf Stufe zwei steht die Wiederverwendung, etwa als Pfandflasche. Es folgt das eigentliche Recycling durch stoffliche Verwertung. Hier werden Gebrauchsgüter ganz oder in Teilen zu Sekundärrohstoffen wieder aufbereitet und erneut auf den Markt geworfen. Die sonstige Verwertung der Abfallstoffe beinhaltet erst auf Stufe vier das Verbrennen oder Vergasen zur Stromerzeugung. Am Ende der Abfallhierarchie steht schließlich die Beseitigung auf Mülldeponien.