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Halbwertszeit


Man unterscheidet die physikalische und die biologische H. und die aus beiden abgeleitete effektive H.

Die physikalische H. ist die Zeit, nach der die Hälfte einer bestimmten Zahl von radioaktiven Atomkernen zerfallen ist (Radionuklid, Radioaktivität). Nach Ablauf einer physikalischen H. sind sowohl Menge als auch Aktivität eines radioaktiven Stoffes auf den halben Wert gesunken. Jedes Radionuklid hat eine für sich charakteristische physikalische H., die von Bruchteilen von Sekunden bis zu Milliarden von Jahren reichen kann. Künstliche Radionuklide (Kernkraftwerk) mit großen physikalischen H. stellen eine besondere Gefahr dar, sie müssen Zehntausende von Jahren mit größter Sorgfalt von der Umwelt ferngehalten werden (Atommüll, Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten).
Die biologische H. ist die Zeitspanne, nach deren Ablauf ein Organismus die Hälfte einer ihm zugeführten Substanz (Inkorporation) durch Stoffwechselvorgänge ausgeschieden hat. Die Einnahme geeigneter Nahrungsmittel (z.B. jodhaltiger Nahrungsmittel bei radioaktivem Iod) bzw. chemischer Substanzen kann die Verweildauer von radioaktiven Substanzen im Körper verkürzen.
Effektive H.: Wird einem Organismus eine radioaktive Substanz zugeführt, so nimmt die Anzahl der radioaktiven Atome dieser Substanz einerseits durch den radioaktiven Zerfall, andererseits durch die Ausscheidung ab. Die effektive H. berücksichtigt beide Größen und gibt somit die Zeitspanne an, nach der die Gefährdung des Organismus auf die Hälfte gesunken ist. Effektive H. = (physikalische H. x biologische H./(physikalische H. + biologische H.). Beispiel: Das radioaktive Iod Isotop I-131 besitzt eine physikalische H. von 8,07 Tagen und eine biologische H. von 138 Tagen. Daraus ergibt sich eine effektive H. von 8,07 x 138/(8,07 + 138) = 7,6 Tage.
H. verschiedener Radionuklide Radioaktivität





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Stand: 16. Mai 2001

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