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Kerosinschnellablass


K. ist eine bisher wenig bekannte Umweltverschmutzung, die durch ständig steigenden Flugverkehr an Bedeutung gewinnt. So sollen bereits 1989 allein am Flughafen Frankfurt/Main über 300.000 Liter Kerosin auf Landschaft, Äcker, Dächer, die Haut und Lunge des Menschen abgelassen worden sein.

Zu unterscheiden sind unmittelbare Notlagen, bei der der Luftfahrzeugführer sofort reagieren muss, um die Sicherheit der Passagiere nicht zu gefährden und solche, die es zulassen, dass der Treibstoffschnellablass erst nach Erreichen einer entsprechenden Mindestflughöhe von 5.000 Fuß über Grund durchgeführt wird. Im letzteren Fall weist die Flugsicherung im Wege von Flugverkehrskontrollfreigaben den Flugweg und die Flughöhe zu, es gibt jedoch keine festgelegten Zonen für den Treibstoffablass.

So hat z.B am 28. Dezember 1996 ein Airbus 30 bis 40 Tonnen Kerosin über den Landkreisen Daun und Bitburg abgelassen. Der Airbus war nach Angaben der Deutschen Flugsicherheit (DFS), Offenbach, auf dem Weg von Frankfurt/M. nach New York, musste wegen technischer Probleme zurückkehren und wieder in Frankfurt/M. landen. Aus Gründen der Sicherheit beim Landevorgang musste vor der Landung Flugtreibstoff abgelassen werden. Es gibt die Anweisung Kerosin nicht über Großstädten abzulassen. Als Ausweichgebiet wurde in diesem Fall die dünnbesiedelte Eifel gewählt.

Wissenschaftlich sei erwiesen, dass Kerosin, das in einer Höhe von 3.000 Metern abgelassen wird, keinerlei Gefährdung darstelle. Dabei wird eine Untersuchung des TÜV Rheinland von 1992 und die Studien des National Research Council in Kanada herangezogen.

Der TÜV Rheinland kommt zu dem Ergebnis, dass bei konservativer Abschätzung eine Summenkonzentration von maximal 0,2 mg/m3 entsteht und zu einer vernachlässigbaren Kontamination des Bodens führt. Es sei davon auszugehen, dass bei einer Mindesthöhe von 5.000 Fuß (1.500 m), normalen Wetterbedingungen und einer Verwirbelung aufgrund der hohen Geschwindigkeit keine nachweisfähigen Konzentrationen von Kerosin an der Erdoberfläche ankommen.

Das umwelt- und gesundheitsgefährdende Kerosin wird fein verteilt, eine schleichende Umweltverschmutzung über die bei Aufkonzentrierung der Rückstände durch mehrere Kerosinablässe in Flughafennähe jedoch aufgrund fehlender Untersuchungen nichts bekannt ist.

Haupttreffer:

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Osnabrück/Köln, 05.03.2004: Schwefeldioxid und Salpetersäure sind "Teufelszeug": Bei der Verbrennung beispielsweise von Öl werden diese Gase als ungeliebtes Nebenprodukt in die Luft geblasen, sinken vermischt mit Wasser als saurer Regen wieder auf die Erde und sind wesentlich verantwortlich für das Waldsterben.


Stand: 6. Dezember 2001

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