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Umweltlexikon-online.de KATALYSE Journal
Luftverschmutzung


Der Begriff L. fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen, die sich unterteilen lassen in:

    • organische Verbindungen (Kohlenwasserstoffe),
    • staubförmige anorganische Stoffe (z.B.Schwermetalle),
    • dampf- oder gasförmige anorganische Stoffe, (z.B. Schwefeldioxid (SO2)
    • Stickoxide (NOX),
    • Kohlenmonoxid (CO),
    • Kohlendioxid (CO2),
    • Fluor-, Chlor- und Schwefelwasserstoffe usw.
Emittenten sind neben Verkehr, Industrie, Kraftwerke und Müllverbrennung auch Landwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die privaten Haushalte (Heizung). Während die L. durch Kraftwerke in den letzten Jahrzehnten drastisch reduziert wurde (Großfeuerungsanlagenverordnung), haben die Emissionen des Verkehrs teilweise weiter zugenommen (Schadstoffe aus Kfz).

L. trägt u.a. zu den Phänomenen des Waldsterben, Treibhauseffekt und Ozon bei und wird für den Schadstoffeintrag in Gewässer (Saurer Regen) und Boden (Bodenbelastung) als auch für gesundheitliche Schäden (z.B. Allergien) verantwortlich gemacht.

Die Überwachung der L. erfolgt Eu-weit durch ein Netz von Luftmessstationen. Die Bundesländer sind nach Bundesimmissionsschutzgesetz in Ballungsgebieten zur Feststellung des Standes und der Entwicklung von L. verpflichtet. Hunderte von Messstationen von Bund und Ländern im gesamten Bundesgebiet messen täglich die in der Luft vorkommenden Schadstoffe.

Das Umweltbundesamt erstellt täglich von 7.30 bis 22.30 Uhr Karten der Stundenmittelwerte der Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Ozon-Konzentration stündlich aktualisiert (im Winter 3-stündlich). Die Karten der Stundenmittelwerte der Nacht sowie die Auswertungen für den jeweiligen Vortag stehen täglich ab 7.30 Uhr bereit.

Die Bundesländer geben Immissions-Berichte, Luftreinhaltepläne und Schadstoffkataster heraus. Weitere Messungen werden von den Ländern in Gebieten vorgenommen, in denen in den letzten Jahrzehnten Waldschäden aufgetreten sind (Waldschadenserhebung).

Bereits 1991 formulierte der Europäische Gerichtshof Kritik an der deutschen Gesetzeslage, wonach die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) nur die Emissionsgrenzwerte für Schadstoffe aus Verbrennungsanlagen und Kraftwerken festlege, nicht aber verbindliche Immissionsstandards für die gesamte Fläche (auf die weitere Schadstoffquellen wie z.B. der Verkehr einwirken) per Rechtsverordnung fixiere.

Weiterführende Informationen:


Haupttreffer:

Luftverschmutzung in Deutschland zu hoch Luftverschmutzung in Deutschland zu hoch
Brüssel/Berlin, 09.07.2004: Die Europäische Kommission mahnt insgesamt neun EU-Staaten an, sich vermehrt um Schadstoffverringerung in Ballungszentren zu kümmern. Schon im Dezember 2003 hätten alle Mitgliedstaaten Pläne bei der Kommission vorlegen müssen. Wie diese Pläne aussehen, ist den Mitgliedstaaten selbst überlassen.
Weitere Treffer zu Ihrer Suchanfrage:
Feinstaubbelastung viel zu hoch! Feinstaubbelastung viel zu hoch!
Brüssel, 30.01.2009: Da die Luftqualitätsstandards der EU für gefährliche Feinstaubpartikel (PM10) nicht eingehalten wurden, hat die EU-Kommission Vertragsverletzungsverfahren gegen zehn Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, eingeleitet. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: "Luftverschmutzung hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheit, und die Einhaltung der EU-Standards muss für uns allerhöchste Priorität haben.
Bessere Luft für Europa Bessere Luft für Europa
Brüssel, 15.04.2008: Die EU-Kommission hat die Einführung neuer Zielsetzungen für Feinstaubpartikel begrüßt. Die neuen Rechtsvorschriften unterstreichen das ausdrückliche Bemühen der Europäischen Union für eine verbesserte Luftqualität in der EU. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte : "Die Europäische Union hat heute einen entscheidenden Schritt zur Bekämpfung eines der Hauptgründe für Umwelt- und Gesundheitsprobleme unternommen.
Kippelemente im Klimasystem der Erde Kippelemente im Klimasystem der Erde
Potsdam, 06.02.2008: Menschliche Aktivitäten könnten das Klimasystem der Erde über kritische Grenzen hinaus belasten, sodass wichtige Prozesse im Gesamtgefüge "kippen" und von da an grundsätzlich anders ablaufen. In einem Artikel in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) beschreibt ein internationales Forscherteam nun, wo schon kleine Störungen ...
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Brüssel, 12.12.2007: Die ersten verbindlichen Werte für Feinstaub (PM2,5) hat das Europäische Parlament heute im Rahmen einer Richtlinie zur Luftqualität angenommen. Die Europäische Kommission begrüßt die Entscheidung des Parlaments, das sich in zweiter Lesung für die geänderte Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft in Europa aussprach. Die Richtlinie stelle "ehrgeizige, aber realistische Vorgaben" ...


Stand: 21. Mai 2001

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