Klare Luft

Luft

Als Luft werden umgangssprachlich die gasförmigen Bestandteile sowie die darin befindlichen Partikel bezeichnet, die die Atmosphäre der Erde ausmachen. Luft kann je nach geographischem Standort, Klima sowie geologisch, biologisch und menschlich bedingten Einträgen unterschiedliche Temperaturen, Feuchtigkeit und feste Bestandteile aufweisen. Ohne weitere Beimischungen ist sie für Menschen geschmack- und geruchlos. Die Konzentration der Gase nimmt mit sinkendem Luftdruck von der Erdoberfläche zum Weltall hin ab.

Wie setzt sich Luft zusammen?

Luft besteht hauptsächlich aus Stickstoff – zu insgesamt 78,08%. Als Nächstes folgt Sauerstoff mit immerhin 20,95%. Weiterhin sind Argon mit etwas weniger als einem Prozent sowie Kohlenstoffdioxid enthalten. Andere Gase kommen nur in kleinsten Spuren vor, zu ihnen zählen beispielsweise die übrigen Edelgase Neon, Xenon und Krypton ebenso wie Kohlenstoffmonoxid, Ozon und Methan. Der Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Luft hat sich seit Beginn des industriellen Zeitalters um mehr als 40% erhöht. Auch andere, punktuell auftretende Bestandteile sind in menschlichen Aktivitäten begründet, beispielsweise Stickoxide oder Quecksilber. Luft enthält, je nach Klimazone, Witterung und Höhe, unterschiedlich viel Wasserdampf. Weiterhin finden sich verschiedene feste Bestandteile sehr kleiner Größe, wie Rußpartikel, Pollen, Pilzsporen, Bakterien und Viren.

Welche Bedeutung hat Luft?

Die mit Abstand wichtigste Funktion der Luft stellt die Atmung nahezu aller rezenten Tierarten, inklusive des Menschen, dar. Aus diesem Grund ist der Zustand der Luft ein essentieller Gegenstand des Umweltschutzes. Des Weiteren dient sie als Transportmedium, beispielsweise für Staub, der in vielen Gegenden als Dünger fungiert, oder für die Windbestäubung von Pflanzen. Ebenso kann sie auf diesem Wege auch gefährliche Substanzen transportieren, beispielsweise Radioaktivität oder Feinstaub. Luft kann, in ihrer Form als Wind, jedoch auch zur Erzeugung von Ökostrom genutzt werden. Hierzu dienen Windkraftanlagen an Land oder zu Wasser. Zusätzlich wirkt sie als Puffer, indem sie die Erde sowohl vor Strahlung als auch vor zu schneller Abkühlung und kleinen Meteoriten schützt.