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Umweltlexikon-online.de: Weichmacher


W. sind feste oder flüssige, organische Verbindungen , die als Additive eine weichmachende Wirkung auf Kunststoffe , Textilien, Lacke, Zellglas und Dichtungsstoffe ausüben.
In großem Umfang werden W. bei bestimmten Kunststoffen (z.B. PVC ) verwendet; andere Kunststoffe enthalten hingegen keine W. (z.B. Polyethylen , Polypropylen ).
Die PVC -Produktion stellt den größten Verbraucher von W. dar. Diese können bis zu 55% im PVC enthalten sein.
Am häufigsten werden Phthalsäureester neben Phosphorsäureester und Estern von Dicarbonsäuren als W. verwendet. DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat), der am häufigsten verwendete Phthalsäureester wurde in den USA als krebserzeugend eingestuft. W. gelangen über Kunststoffverpackungen in Lebensmittel (z.B. Milch ) und stellen somit eine Gesundheitsgefährdung dar ( Migration , Verbundverpackungen , Phthalsäureester). Aus PVC -Böden entweichen ebenfalls W. insb. bei hohen Temperaturen und neu produzierten Böden und stellen somit, besonders für Kleinkinder, die am Boden spielen, ein Problem dar.
Phthalsäureester sind biologisch nur schwer abbaubar und reichern sich daher in der Umwelt an. Durch die hohe Einsatzmenge der Weichmacher sind Phthalsäureester heute in Böden und Gewässersedimenten weitverbreitet und in erhöhten Konzentrationen nachweisbar.


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Stand: 5. Juni 2001
Erstellt: 4. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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