StartseiteRubrik: Substanzen_Werkstoffe   |  Stichwort: Vinylchlorid

Umweltlexikon-online.de: Vinylchlorid


V. ist ein farbloses, narkotisch wirkendes Gas , das mit Luft explosive Gemische bildet.
Es dient als Ausgangsprodukt zur PVC-Herstellung und wird daher in großen Mengen benötigt. Gelagert und transportiert wird V. als verflüssigtes Gas. Bei Beschädigungen der Behälter besteht daher Explosionsgefahr.
V. ist als eindeutig krebserzeugender Stoff ausgewiesen. Es kann kein medizinisch unbedenklicher Grenzwert festgelegt werden, da jede noch so geringe V.-Konzentration schädigend wirkt. Für derartige Stoffe werden TRK-Werte vereinbart, die im Falle des V. bei 3 ppm (ml/m3) liegen.
Zur Herstellung von V. werden Ethylen und Chlor umgesetzt. Ein Zwischenprodukt bei dieser Produktion ist Dichlorethan(1,2-), ein Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Bei der PVC -Herstellung aus V. müssen V.-Reste aus dem PVC entfernt werden. Durch diesen Prozeß gelangen in Deutschland jährlich 300 t V. in die Umwelt . 1991 wurden in den alten Bundesländern ca. 1,3 Mio t V. produziert.


3926 Aufrufe seit August 2009
Stand: 8. Juni 2001
Erstellt: 5. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 -


im Journal
Social Buttons
Über unser Institut
Inserate
Top-News
Inserate