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Rubrik: Substanzen_Werkstoffe
| Stichwort: Teeröl
Umweltlexikon-online.de: Teeröl
Der bei der Steinkohlenverkokung (
In K. wird zumeist Steinkohle unter Luftabschluß erhitzt.
Kokerei
) anfallende
T. sind flüssige bis halbfeste Erzeugnisse, die durch Schwelen, Verkoken und Vergasen von Steinkohle, Braunkohle, Torf u.a. fossilen Rohstoffen, aber auch aus Holz entstehen können.
Teer
kann destillativ in Leichtöl, Siedepunkt 80-180 Grad C, Mittelöl 180-230 Grad C, Schweröl 230-270 Grad C, Anthracenöl 270-400 Grad C und
siehe Teer.
Pech
aufgetrennt werden.Während aus diesen Fraktionen bis 1960 54% der Primärchemikalien bereitgestellt wurden, waren es 1970 nur noch 9% und ab 1976 nahezu gleichbleibend 3-4%. Aus T. lassen sich so wichtige Verbindungen (s.Tab.) herstellen wie die Teerfarben, die die Grundlage für die großtechnische Chemieproduktion darstellen. Mit der Synthese der Teerfarben war es möglich, die großen Mengen T. aus der Koksherstellung aufzuarbeiten, die mit der industriellen Revolution verbunden waren. Man schätzt, daß mehrere 10.000 Verbindungen in T. enthalten sind, von denen nur ein Bruchteil bekannt ist und etliche als krebserzeugend (
Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist.
Krebs
) einzustufen sind.
Lit.: Das Blaue Wunder, Köln 1990
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