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Rubrik: Substanzen_Werkstoffe
| Stichwort: Schwefelwasserstoff
Umweltlexikon-online.de: Schwefelwasserstoff
Schwefelwasserstoff ist eine Verbindung aus
Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Ordnungszahl 16, leuchtendgelbe Kristalle, Dichte 1,96 g/cm3, Nichtmetall.
Schwefel
und
Wasserstoff gilt wegen seiner sauberen Verbrennung als Energieträger der Zukunft. Er verbrennt zu Wasser, dabei wird kein klimawirksames Kohlendioxid gebildet. Lediglich bei hohen Temperaturen kommt es durch Reaktion mit der Luft zur Bildung von Stickoxiden.
Wasserstoff
, die nach faulen Eiern riechendes
Gase sind Substanzen, bei denen die einzelnen Moleküle so weit voneinander entfernt sind, daß sie praktisch keine Anziehungskraft mehr aufeinander ausüben und daher nicht mehr wie bei Flüssigkeiten oder Feststoffen aneinander haften.
Gas
, wobei der Geruch des farblosen, sehr giftigen Gases noch in einer Verdünnung von 0,1 ppm wahrnehmbar ist.Der
MAK-Wert liegt bei 10 ml/m
3 (
ppm) entsprechend 15 mg/m
3. In der
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
kommt Schwefelwasserstoff häufig vor (Mineralquellen, Gewässer, Vulkangebiete,
Abwässer). In der Natur entsteht Schwefelwasserstoff durch bakterielle Zersetzung von Eiweißen. Schwefelwasserstoff dient in der Technik zur Veredelung von Schmierstoffen, für Arzneimittel und
Schädlingsbekämpfungsmittel u.a.
Der Wirkungsmechanismus bei Schwefelwasserstoff-Vergiftungen ist nicht geklärt, jedoch sind folgende Symptome bei der
Einatmung von Gasen, Dämpfen, zerstäubten Flüssigkeiten. Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung.
Inhalation
von Schwefelwasserstoff bekannt: Bei 150 ppm fällt der Geruchssinn aus, bei 250 ppm kann ein Lungenödem auftreten, ab 500 ppm tritt eine Vergiftung mit Kollaps und drohender Atemlähmung ein.
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Stand: 6. Juni 2006
Erstellt: 8. Mai 2001