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Umweltlexikon-online.de: Naphtha


N., auch Chemiebenzin genannt, ist eine Bezeichnung für eine bestimmte Fraktion, die bei der Rohöldestillation anfällt.

Bei der Rohöldestillation erhält man insgesamt vier Fraktionen:
Heizöl (75%), Benzin (15%), Raffineriegase (5%) und N. (5%).
Durch die Spaltung von N. erhält man die Stoffe Ethylen (30%), Propylen (15%), Benzol (5%), Butadien (5%), Toluol und Xylol u.a. In der Vergangenheit bestimmte die Nachfrage an Heizöl den Gesamtverbrauch an Erdöl, die zwangsläufig anfallenden anderen Fraktionen waren eher unerwünschte Nebenprodukte, für welche ein entsprechender Absatzmarkt fehlte.

In Westeuropa und Japan hat die Verwendung von N. in so starkem Maße zugenommen, daß N. für diese Länder den wichtigsten Rohstoff der chemischen Industrie darstellt. In den USA dagegen ist Erdgas noch der wichtigste Rohstoff, doch sind auch hier starke Zuwächse beim N.-Verbrauch zu verzeichnen.
Der N.-Bedarf in Westdeutschland wird zu 65-70% aus der inländischen Rohölaufbereitung gedeckt. 96% der Produkte der petrochemischen Industrie basieren auf Erdöl- und Erdgas .

Stichwortstand: 1993
13997 Aufrufe seit August 2009
Stand: 14. Juli 2004
Erstellt: 21. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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