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Umweltlexikon

Lindan


L. gehört zu der Gruppe der Organochlorpestizide, ist umweltstabil, d.h. ist schwer abbaubar, weltweit in allen Medien analytisch nachweisbar und reichert sich in der Nahrungskette an.

L. wirkt als Nervengift und gehört der Wassergefährdungsklasse 3 (stark wassergefährdend) an. Hauptaufnahmepfade des Menschen sind Lebensmittel und die Innenraumluft. Die L.-Aufnahme des Menschen lag 1990 durchschnittlich bei 1 ng/kg Körpergewicht/Tag.

Für Lebensmittel sind folgende Grenzwerte in der Pflanzenschutzmittelhöchstmengenverordnung vorgeschrieben:
  • 2 mg/kg für Blatt- und Sprossgemüse, Schaffleisch, Schalentiere und Fische
  • 1 mg/kg für Frucht- und Wurzelgemüse, alle Fleischsorten (außer Schaf) und tierische Speisefette
  • 0,5 mg/kg für Tee und Weintrauben
  • 0,1 mg/kg für Eier , Getreide, Kartoffeln, Möhren, Hülsenfrüchte
  • 0,01 mg/kg für Säuglingsnahrung

Der ADI-Wert beträgt 10 µg/kg/Tag
Trinkwassergrenzwert: 100 ng/Liter
Richtwert für Innenräume (nach BgVV): 1 µg/m3
MAK-Wert als Gesamtstaub: 0,1 µg/m3 Luft
BAT im Vollblut: 20 µg/Liter
In Tierversuchen traten gehäuft Lebertumore bei Mäusen auf.

Haupttreffer:

Pflanzenschutzmittelzulassung soll effektiver werden Pflanzenschutzmittelzulassung soll effektiver werden
Berlin, 03.02.2010: EU-Experten diskutierten beim BVL Leitlinien für das neue zonale Zulassungsverfahren. Rund 70 Experten aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben vom 27. bis 29. Januar 2010 beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig über die zukünftige Zusammenarbeit der an der Pflanzenschutzmittelzulassung beteiligten Behörden diskutiert.
Weniger Rückstande von Pflanzenschutzmitteln gefunden Weniger Rückstande von Pflanzenschutzmitteln gefunden
Berlin, 05.01.2010: BVL stellt Ergebnisse der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008“ vor. In Lebensmitteln finden sich immer weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Auch die Zahl der Proben, in denen die zulässigen Höchstmengen überschritten wurden, nimmt ab. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse aus der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008“, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Braunschweig veröffentlicht hat.
Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln: 60 Prozent der beprobten Lebensmittel belastet Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln: 60 Prozent der beprobten Lebensmittel belastet
Bonn, 25.03.2006: Das gefühlte Risiko bei den Verbrauchern, ob Lebensmittel wirklich sicher sind, stellt sich oft anders dar, als blanke Zahlen es hergeben. Das gilt vor allem für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Wenn in 7,4 Prozent der Proben die gesetzlichen Höchstmengen nicht eingehalten werden, scheint dieses Verbraucherverhalten durchaus nicht abwegig zu sein.
Pflanzenschutzmittel im Essen : Wie ungesund sind Mehrfachrückstände? Pflanzenschutzmittel im Essen : Wie ungesund sind Mehrfachrückstände?
Bonn, 26.11.2005: Das gleichzeitige Auftreten von Rückständen verschiedener Wirkstoffe in einem Lebensmittel ist bei der Risikobewertung zu berücksichtigen. Dr. Rudolf Pfeil vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin wies auf dem 2. Forum Verbraucherschutz im November aber darauf hin, dass systematische wissenschaftliche Ansätze zur Prüfung etwaiger Kombinationswirkungen in der Regel noch nicht verfügbar seien.
Grenzwerte bei Pflanzenschutzmitteln schaffen mehr Sicherheit für den Verbraucher Grenzwerte bei Pflanzenschutzmitteln schaffen mehr Sicherheit für den Verbraucher
Berlin, 26.03.2005: Untersuchungen der Umweltorganisation Greenpeace bei ausländischen Erdbeeren zeigen einen deutlichen Rückgang bei Höchstmengenüberschreitungen von Pflanzenschutzmitteln. Demnach wurden die gesetzlich festgesetzten Grenzwerte für Erdbeeren im Jahr 2004 um 9 Prozent überschritten und im Jahr 2005 nur noch um 3,7 Prozent.

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