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Umweltlexikon-online.de: Lignin


L. ist hochmolekularer aromatischer Stoff, der in verholzten Pflanzen vorkommt und die Räume zwischen den Zellmembranen ausfüllt und zu Holz werden läßt.

Der L.-Gehalt von getrocknetem Pflanzenmaterial wird für Laubholz mit rund 22% angegeben. L. fällt als Nebenprodukt bei der Zellstoffgewinnung an und gelangt bei der Papierherstellung als Holzinhaltsstoff in das Abwasser. Beim Aufschluß des Holzes entstehen durch die Reaktion von L. mit schwefliger Säure sog. L.-Sulfonsäuren. Die hieraus isolierten Produkte finden breite technische Anwendungen. Bedingt durch den Restgehalt an L. ist Papier natürlicherweise hellbraun und wird bei der Neuproduktion häufig einer Bleiche ( Zellstoffbleiche ) unterzogen.
Papierindustrie , chlorfreies Papier

Stichwortstand: 1993
5134 Aufrufe seit August 2009
Stand: 23. April 2003
Erstellt: 21. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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