Chemisches Element der I. Nebengruppe, Symbol Cu,
Die O. gibt die Anzahl der Protonen im Atomkern an und legt damit gleichzeitig chemische Eigenschaften des Atoms sowie die Stellung des Atoms im Periodensystem fest.
Ordnungszahl
29, Schmelzpunkt 1.083 Grad C, Siedepunkt 2.395 Grad C, Dichte 8,93 g/cm3, MAK-Wert 0,1 mg/m3 (K.-Rauch) bzw. 1 mg/m3 (K.-
Bei S. handelt es sich um in der Luft verteilte, feste Teilchen, die je nach Größe in Grob- und Fein-S. unterschieden werden.
Staub
); Schwermetall, Halbedelmetall.Reines K. ist hellrot bis dunkelrot. Der Anteil von K. in der obersten, festen Erdkruste beträgt ca. 0,007 Prozent. Der Durchschnittskupfergehalt der abgebauten K.-Erze beträgt etwa 1,5 bis 2 Prozent, im vorigen Jahrhundert noch 20 Prozent.
K. ist wegen seiner Unlöslichkeit über den Nahrungsweg eingenommen ungefährlich. Eventuelle Vergiftungserscheinungen beruhen auf Beimengungen von Arsen oder Blei. Für den Menschen ist K. lebenswichtig. K.-Mangel tritt kaum auf, da der Mensch mit der Nahrung täglich zwischen 1 und 5 mg in Form von K.-Verbindungen aufnimmt, von denen aber nur ca. 5 Prozent resorbiert werden (
(Lat.: sorbere = verschlucken, verschlingen.) Aufnahme oder Ein- und Aufsaugung meist wasserlöslicher Stoffe in die Blut- oder Lymphbahnen über Schleimhäute (Darm) oder Haut.
Resorption
).
K. ist für den Menschen wenig toxisch, ausgenommen davon sind Kleinkinder und Säuglinge, die bereits bei Trinkwasserkonzentrationen unter 1 mg/Liter an einer chronischen Kupfervergiftung in Form einer Magen-Darmerkrankung oder einer frühkindlichen Leberzirrhose erkranken können. Chronische Kupfervergiftungen finden in Deutschland immer noch ungenügende Beachtung. Die
Weltgesundheitsorganisation}: World Health Organisation (WHO).
Weltgesundheitsorganisation
(WHO) empfiehlt einen vorläufig tolerierbare Gesamtaufnahme von 0,5 mg/kg/d, während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Zufuhr für Erwachsene von 2 bis 4 mg/K./Tag und für Säuglinge und Kinder von 1 bis 2 mg/K./Tag vorsieht.
Ein Grenzwert für
Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen.
Trinkwasser
wurde nicht festgelegt; es gilt ein unverbindlicher Richtwert von 3 mg/Liter, die geplante Novellierung der
Die T. legt die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen an die Beschaffenheit von Trinkwasser und von Wasser für Lebensmittelbetriebe fest.
Trinkwasserverordnung
sieht einen Wert von 2 mg/Liter vor.
Der MAK-Wert bei einatembarer K.-Fraktion beträgt 1 mg/m
3 und 0,1 mg/m
3.
In Form seiner
S. sind Verbindungen, die aus Ionen aufgebaut sind, wobei anorganische S. entweder aus Metall-Kationen oder dem Ammonium-Ion NH4+ (Ammoniak) und aus Säurerest-Anionen bestehen.
Salze
spielt K. wegen seiner fungiziden Wirkung von alters her eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Holzschutzmitteln. In der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Landwirtschaft
wird K. als Fungizid im Weinbau, teilweise auch im ökologischen Weinbau eingesetzt, außerdem findet es Verwendung in der Schweinemast.
K. ist für niedere Pflanzen (
Artenreiche Abteilung des Pflanzenreichs. Niedere, autotroph lebende Pflanzen aus einzelnen Zellen oder Zellverbänden, die zumeist im Wasser, aber auch im Boden leben.
Algen
, Kleinpilze,
Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.
Bakterien
) ein starkes Gift, da es in saurer Umgebung Spuren von löslichen Salzen (Cu2+-
Teilchen, die eine oder mehrere positive oder negative elektrische Ladungen (Elektrizität) tragen.
Ionen
) abgibt. Getreide und
Ernährungsphysiologisch ist Milch wegen ihres wertvollen Eiweiß, ihres hohen Calciumgehaltes und ihres leicht verdaulichen Fettes von großer Bedeutung für die menschliche Ernährung.
Milch
sind relativ kupferarm, Fleisch, innere Organe, Fisch, Nüsse, Kakao, grünes Gemüse und Rotwein kupferreich. Trockene Erde enthält durchschnittlich 20-30 ppm K., Stadtluft (USA) 80-90 ng/m
3, Pflanzen 4-20 ppm (Trockengewicht).
Etwa 50 Prozent der K.-Herstellung finden Verwendung in der
siehe Stichwort Elektronikindustrie
Elektroindustrie
(K. ist neben Silber der beste elektrische Leiter unter den Metallen) und 40 Prozent werden zur Herstellung von K.-Legierungen verwendet, weiterhin auch für Dachabdeckungen und Münzen.
Bei der Herstellung von K. aus Erzen werden erhebliche Mengen an Schadstoffen frei (Nichteisenmetallproduktion). Erhöhte Bodenbelastungen mit K. treten durch Klärschlamm, Müll, Gülle aus Schweinemastbetrieben und in Weinbaugebieten auf. In Müllverbrennungsanlagen aktiviert K. durch seine katalytischen Eigenschaften die Bildung von Dioxinen und Furanen.