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Umweltlexikon-online.de: Klebstoffe


Zur Herstellung von Klebstoffen werden überwiegend Rohstoffe verwendet, die kostengünstig produziert werden können. Daher werden in der Klebstoffindustrie meist synthetische Polymere eingesetzt.

Die Palette einsetzbaren Polymere ist breit und macht Verklebungen fast aller Materialien möglich.

    Je nach Art und Zusammensetzung werden K. unterschieden:
  • Leim , Leimlösungen
  • Dispersionsklebstoffe (z.B. PONAL)
  • Lösemittelklebstoffe (z.B. UHU)
  • Kontaktklebstoffe (z.B. PATEX)
  • Haftklebstoffe (z.B. Klebebänder, TESAFILM)
  • Reaktionsharzklebstoffe
    - Polykondensationsharze (auf Formaldehydbasis)
    - Einkomponentenkleber
    - Zweikomponentenkleber (z.B. UHU-PLUS)
  • Schmelzklebstoffe

Neben den verwendeten Basisgrundstoffen, welche auch für das Haftvermögen und die Eigenfestigkeit von entscheidender Bedeutung sind, werden in Klebstoffen verschiedene Hilfsstoffe wie z.B. Weichmacher , Füllstoffe oder Konservierungsstoffe eingesetzt. Die Hauptrohstoffe bestehen v.a. aus natürlichen oder synthetischen Hochpolymeren. Sie geben dem Klebstoff die nötige Eigenfestigkeit und besitzen sie in der Regel eine bereits ausreichende Haftungseigenschaft, welche jedoch bei Bedarf durch Zusatz von Harzen oder speziellen Haftvermittlern verbessert werden kann.

Durch Zusatz von Hilfsstoffen können die Grundeigenschaften der Klebstoffe optimiert bzw. erweiterte Produkteigenschaften eingestellt werden.
Lösemittelbasierte Klebsysteme können durch Freisetzung erheblicher Mengen an z.T. gesundheitsschädlichen Stoffen zu nachhaltigen Störungen bei beruflich exponierten Personen (z.B. Fliesenlegern) führen. Aber auch fertig verklebte bzw. verleimte Produkte können unter ungünstigen raumklimatischen Bedingungen (erhöhte Raumtemperatur, erhöhte Luftfeuchte, niedrige Luftwechselrate) auch über längere Zeiträume hinaus Emissionen von Lösemittelbestandteilen oder von Abspaltprodukten aus dem Klebstoff selbst freisetzen. Grundsätzlich ist daher von Produkten mit großflächigen Klebstoff- oder Leimanteilen abzuraten.

Der Problematik von Formaldehyd -Emissionen fällt ein besonderes Gewicht zu. Im Bereich der Herstellung von Holzwerkstoffplatten (Sperrhölzer, Tischlerplatten, Spanplatten ) werden derzeit noch hauptsächlich Polykondensationsharze auf Formaldehydbasis angewendet. Prüfkammer-Untersuchungen derartiger Produkte zeigen teilweise hohe Formaldehyd -Emissionen, die in einigen Fällen sogar oberhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsklasse E 1 (< 0,1 ppm) lagen. Bei Verwendung von mit PF-Leimen hergestellten Plattenmaterialien konnten bei Untersuchungen bisher deutlich niedrigere bzw. keine Formaldehyd -Emissionen festgestellt werden.
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Stand: 7. November 2001
Erstellt: 12. Juni 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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