I. werden aus
Farbloses, äußerst giftiges Gas, das in der chemischen Industrie große Bedeutung für die Herstellung von Kunststoffen (z.B. Polyurethanen) besitzt.
Phosgen
hergestellt und sind chemische Verbindungen mit einer oder mehreren sog. I.-Gruppen (-NCO) und werden häufig in der chemischen
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor).
Industrie
zur Herstellung von Kunststoffen (polyurethane) eingesetzt. I. mit einer -NCO-Gruppe werden Mono-I. und mit zwei -NCO-Gruppen Di-I. genannt. Mono-I. werden häufig in der Pestizid-Produktion eingesetzt. Den höchsten Produktionsanteil haben Di-I., die für
P. abgekürzt PUR, ist eine Gruppe von Kunststoffen, die aus Polyisocyanaten und Polyalkoholen hergestellt werden.
Polyurethan
-Schäume (Schaumstoffe im Fahrzeugbau, Matratzen, Schuhe, Hartschäume, Bindemittel und Lackrohstoffen), Fußbodenkleber, Lacke, als
Bindemittel sind die zusammenfügende Komponente in mehrkomponentigen Produkten (Beton, Gips, Zement).
Bindemittel
für
S. werden durch Verpressen von Holzspänen unter Zugabe von Bindemitteln hergestellt.
Spanplatten
u.a. eingesetzt werden.
I. aus verarbeiteten Produkten, z.B. Fußbodenbeschichtungen, sind noch nach Wochen in der Innenraumluft nachweisbar. Daneben treten noch viele andere, insbesondere leicht flüchtige,
Chemische Verbindungen werden unterteilt in anorganische und Organische Verbindungen.
organische Verbindungen
aus der Beschichtung aus.
Die Produktion von Toluendi-I. (TDI) stagniert seit einigen Jahren bei 870.000 t/a, während die Produktion von Methandiphenyldi-I. bei 1.130.000 t/a liegt und weltweit stetig steigt.
Für die meisten I.(TDI) gilt ein MAK-Wert von 0,01 ppm = 0,07 mg/m
3. Für die anderen I. (MDI und HDI) gilt 0,005 ppm = 0,05 mg/m
3. Eine derartige Konzentration kann jedoch nicht vor Allergisierung schützen und ist derzeit aus messtechnischen Gründen noch gar nicht exakt und kontinuierlich messbar. Es ist bekannt, dass schon Konzentrationen von einem Zehntel des MAK-Wertes gesundheitsschädlich wirken.
Die hohe Reaktivität der I. bewirkt Schleimhautreizungen der Augen und der oberen Atemwege sowie eine Schädigung der Lungenbläschen. Eine I.-
siehe Allergie, Immunsystem.
Sensibilisierung
kann im weiteren Verlauf Asthma (sog."I.-Asthma") oder andere chronische Erkrankungen zur Folge haben.
Große Chemieunfälle bei der Herstellung von I. haben sich in Institute (USA) und
Seit 1977 wurden in der B.-Pestizidfabrik von Union Carbide pro Jahr 2.500 t des Schädlingsbekämpfungsmittels (Pflanzenschutzmittel) Sevin produziert, das nicht so persistent (Persistenz) ist wie z.B. DDT. Es kann über Phosgen oder wie in B. über Methylisocyanat (MIC) hergestellt werden.
Bhopal
(Indien) ereignet. Sie forderten unzählige Verletzte und über 2.000 Tote. Bei der
Als Verbrennung bezeichnet man umgangssprachlich eine chemische Reaktion, bei der sich ein chemisches Element schnell und unter Wärmeabgabe mit Sauerstoff verbindet.
Verbrennung
von Kunststoffen aus I., z.B.
P. abgekürzt PUR, ist eine Gruppe von Kunststoffen, die aus Polyisocyanaten und Polyalkoholen hergestellt werden.
Polyurethan
-Matratzen, wird Blausäure freigesetzt. Bei eigentlich "harmlosen" Wohnungsbränden kommt es deshalb immer wieder zu Todesopfern durch Blausäurevergiftung.
Die amerikanische Umweltbehörde EPA zählt TDI zu den 403 giftigsten
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.
Chemikalien
. Als Zwischenprodukt zur I.-Herstellung fällt Dimethylaminopropionitril an, das starke neurotoxische Wirkung auf das periphere Nervensystem hat. Bei MDI und HDI besteht der Verdacht der genotoxischen und
syn. karzinogen, Krebs erzeugend
kanzerogen
Wirkung.