Startseite
|
Rubrik: Substanzen_Werkstoffe
| Stichwort: Ethylenglykol
Umweltlexikon-online.de: Ethylenglykol
E., auch Glykol genannt, ist eine farblose, viskose, hygroskopische und süß schmeckende Flüssigkeit. Verwendung und Produktion:E. findet Verwendung hauptsächlich als Gefrierschutzmittel in der
Automobilindustrie, daneben als Schmiermittel, als Zusatz zu hydraulischen Bremsflüssigkeiten, gelegentlich zur Großraumdesinfektion in Schulen, Fabriksälen und Krankenhäusern.
E. ist ein wichtiges Ausgangsprodukt zur Herstellung von
P. (PET) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der aus den Stoffen Ethylenglykol und Terephthalsäure unter Wasserabspaltung hergestellt wird. P. ist ungiftig.
Polyethylenterephthalat
(
siehe Polyethylenterephthalat.
PET
). Die Produktionsmenge in der BRD betrug 1990 200.000 t.
Lehre von den schädlichen Wirkungen chemischer Substanzen auf lebende Organismen.
Toxikologie
:E. wirkt toxisch bei
Einatmung von Gasen, Dämpfen, zerstäubten Flüssigkeiten. Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung.
Inhalation
oder durch Aufnahme über den Mund. Neben Reizung der Augen und Atemwege besteht die Gefahr der narkotischen Wirkung, anschließend Zeichen der Herz- und Lungenschädigung, später können Nierenschäden autreten.
In den USA beträgt der
MAK-Wert für E. 100 ppm, in der BRD existiert hingegen kein MAK-Wert!
Stichwortstand 1993
7688 Aufrufe seit August 2009
Stand: 29. November 2010
Erstellt: 11. Mai 2001