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Umweltlexikon-online.de: Desinfektionsmittel


D. sollen eine gezielte Entkeimung gewährleisten und die Übertragung bestimmter, unerwünschter Mikroorganismen verhindern.

Der Wirkungsmechanismus der D. besteht im Eingriff in die Struktur oder den Stoffwechsel der Mikroorganismen , unabhängig von deren Funktionszustand. Eine D.-Anwendung findet bei der Händedesinfektion, der allgemeinen Hautdesinfektion, der Desinfektion von Stuhl, Urin und Auswurf, der Raum- und Flächendesinfektion sowie der Instrumentendesinfektion statt.

Als D. kommen in der Regel Chemikalien zum Einsatz, z.B. Phenol und seine Abkömmlinge, Glutardialdehyd, Glyoxal, Formaldehyd , Oxidationsmittel, Ozon , Natronlauge ( Natriumhydroxid ), Peressigsäure, Chlor , Fluor , Iod , Brom , Guanidine, Amphotenside, quarternäre Ammoniumverbindungen, Alkohole u.a. In D. sind meistens mehrere Wirkstoffe kombiniert, um Lücken im Wirkungsspektrum einzelner Substanzen auszugleichen.

Durch übermäßigen und unspezifischen D.-Einsatz, sind viele Krankheitserreger D.-resistent geworden. In einigen D. können sie sich sogar vermehren. Es wird geschätzt, daß mindestens 43% aller zentralen D.-Anlagen in Krankenhäusern wegen hoher Verkeimung abgeschaltet werden müßten. In Privathaushalten ist der Einsatz von D. prinzipiell zu unterlassen; Ausnahme: die amtsärztliche Anordnung.

Stichwortstand: 1993

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  • UV-Strahlung, Strahlung , Lebensmittelbestrahlung
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Stand: 11. März 2003
Erstellt: 9. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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