StartseiteRubrik: Substanzen_Werkstoffe   |  Stichwort: Chrom

Umweltlexikon-online.de: Chrom


Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol Cr, Ordnungszahl 24, Schmelzpunkt 1.890 Grad C, Siedepunkt 2.670 Grad C, Dichte 7,18 g/cm3, silberglänzendes, im reinen Zustand zähes, dehn- und schmiedbares, bei Verunreinigungen mit Wasserstoff oder Sauerstoff hartes, sprödes Metall, TRK für Chromate 0,2 mg/m3 (beim Lichtbogenschweißen, Schweißen), bzw. 0,1 mg/m3 (sonstige Verwendung).

C. ist essentiell und von Bedeutung im Glukose-Stoffwechsel. Der tägliche Bedarf für einen Erwachsenen liegt zwischen 0,05 und 0,5 mg.
C.-Mangel führt im Tierversuch zu Diabetes, Arteriosklerose, Wachstumsstörungen. Der Wert oder die Schädlichkeit von C. für den Menschen hängt von der Oxidationsstufe des C. ab. C.(VI)-Verbindungen sind bis zu 1.000mal giftiger als die häufigeren C.(III)-Verbindungen.

Auch die Aufnahme über die Haut, etwa am Arbeitsplatz , ist gefährlich (Chromatgeschwür). Vergiftungserscheinungen: Durchfälle, Magen- und Darmblutungen, schwerste Leber- und Nierenschäden und Krämpfe. Langzeitgefahren bei C.(VI)-Verbindungen sind vor allem die krebserzeugende (Atmungsorgane) und die erbgutschädigende Wirkung. Große Vorsicht ist erforderlich beim Umgang mit C.-Trioxid, Bleichromat, Calciumchromat, Strontiumchromat, C.(III)-Chromat und den Alkalichromaten (Chromat enthält C.(VI)).

Chromate werden generell für das stark erhöhte Lungenkrebsrisiko von Arbeitern, die damit in Berührung kommen, verantwortlich gemacht. Ekzeme durch Kontakt mit Zement werden durch eine allergische Reaktion auf C.(VI)-Verbindungen hervorgerufen.

Die Hauptmenge an C. wird mit der Nahrung und dem Trinkwasser aufgenommen (USA: 0,005-0,1 mg/Tag). Inhalation : weniger als 0,001 mg. Trinkwassergrenzwert (WHO, Deutschland): 0,05 mg Cr/l. Der C.-Anteil an der oberen Erdkruste wird auf 0,02% geschätzt. Weltweit wurden 1987 10,8 Mt C.-Erz gefördert.

Verwendung: Als Legierungsbestandteil (C.-Stahl), Galvanik (Verchromen, Metallindustrie ), Katalysator (Chemische Industrie ), Pigmente , Gerberei ( Textilindustrie ), Holzimprägnierung u.a. Durch C.-haltige Abwässer und Abluft besteht in vielen Fällen eine Gefährdung der Umwelt .

In Westdeutschland und in Frankreich gelangen jährlich etwa 700 t industrielles C. in die Luft , ca. 1.000 t in Gewässer und einige 100.000 t C. in die Meere ( Rhein ). Biologisch wertvolles C. ist enthalten in: nicht raffiniertem Zuckerrohr - und Zuckerrübensaft, Weizenkeimen, schwarzem Pfeffer, Bierhefe, Leber und Käse. Der Mensch enthält ca. 5-20 mg C..

Lit.: E.Merian (Hrsg): Metalle in der Umwelt, Weinheim 1984

Stichwortstand: 1993

    @Umweltlexikon?
  • Spurenelemente
8188 Aufrufe seit August 2009
Stand: 11. Maerz 2003
Erstellt: 9. Mai 2001
Lebensmittelüberwachung 2010: Mangelnde Hygiene wird am häufigsten beanstandetLebensmittelüberwachung 2010: Mangelnde Hygiene wird am häufigsten beanstandet
Berlin, 27.10.2011: Mängel in der Betriebshygiene und im Hygienemanagement sind nach wie vor die Hauptursache für Beanstandungen. Das zeigen die Zahlen der amtlichen Lebensmittelüberwachung für das Jahr 2010, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestern in Berlin präsentiert hat.
ÖKO-TEST Mousepads: Giftmatten unterm HandgelenkÖKO-TEST Mousepads: Giftmatten unterm Handgelenk
Frankfurt a. M., 02.10.2011: Manche Mousepads sind schlichtweg Sondermüll. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von ÖKO-TEST. Das Frankfurter Verbrauchermagazin hat 18 Produkte genau durchchecken lassen und dabei eine Vielzahl von Schadstoffen entdeckt.
Wasserqualität: Zwischenbilanz aus 2.000 WasseranalysenWasserqualität: Zwischenbilanz aus 2.000 Wasseranalysen
Wien, 29.09.2010: Mit einem verfügbaren Wasserangebot von ca. 188 Mrd. m³ ist Deutschland ein wasserreiches Land. Rund 74 % des für die Trinkwasserversorgung geförderten Wassers entstammt in Deutschland dem Grundwasser/Quellwasser.
Tierisch starke FrauenpowerTierisch starke Frauenpower
Berlin, 09.03.2010: Im Tierreich können sich viele Weibchen glücklich schätzen, zwei X-Chromosomen zu besitzen. Denn die Männer führen mitunter ein trauriges Dasein wie die Umweltstiftung WWF berichtet. So müssten die Liebhaber der Gottesanbeterin oder der Schwarzen Witwe um ihr Leben fürchten.
Pferd und Mensch genetisch eine Einheit?Pferd und Mensch genetisch eine Einheit?
Bonn, 12.11.2009: Höchstes Ziel der reiterlichen Ausbildung ist es, dass Pferd und Reiter zu einer Einheit verschmelzen. Das gelingt aber nicht immer. Ein Trost für alle Pferdefreunde: Sie und ihr Pferd sind zumindest genetisch fast aus einem Guss. Das hat ein deutsch-amerikanisches Wissenschaftsteam herausgefunden. Der Grund: Mehr als die Hälfte der Pferdechromosmen haben eine mit dem menschlichen Genom vergleichbare Anordnung der Gene, so ...
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012


im Journal
Social Buttons
Über unser Institut
Inserate
Top-News
Meat Abolition Day - Tag zur Abschaffung von "Fleisch"
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert
Schüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige Berufsbildung
Lebensstilforschung
„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Beagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-Gesicht
Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“
Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Inserate