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Umweltlexikon-online.de: Chlorwasserstoff


Auch Salzsäuregas genannt ist ein farbloses, stechend riechendes, unbrennbares Gas.

In Wasser gelöster C. wird Salzsäure genannt. C. ist stark wasseranziehend ( hygroskopisch ). Bei 0 GradC lösen sich in 1 l Wasser 525 l C.. An feuchter Luft bildet C.- Gas einen Nebel aus feinen Salzsäuretröpfchen.

Herstellung und Verwendung:
C. ist eine der wichtigsten Grundchemikalien der chemischen Industrie und spielt eine bedeutende Rolle innerhalb der Chlorchemie . In Europa ist die BRD der größte C.-Produzent. Die Jahresproduktion der früheren Bundesländer sank von 900.000 t (1990) auf 839.000 t (1991).

Verwendet wird C. unter anderem zur Herstellung organischer Chlorverbindungen, als Katalysator und zur Holzverzuckerung. Im Haushalt wird Salzsäure manchmal zur Entfernung von Urinstein verwendet. Zu beachten ist jedoch, daß Salzsäure nie zusammen mit anderen WC-Reinigern oder Desinfektionsmitteln verwendet werden darf, da dabei hochgiftige Chlorgase entstehen können!
Toxikologie :

C.- Gas ist wegen seiner starken Säurewirkung ein Reizstoff für Schleimhäute und die oberen Atemwege. Der MAK-Wert von C. beträgt 5 ml/m3 (ppm). Bereits bei Werten von 0,06 ml/m3 beobachtet man Änderungen im Atemrythmus und der Atemtiefe. Erfolgt die Exposition kurzzeitig in Konzentrationen unterhalb des MAK-Wertes, so klingen gesundheitliche Störungen bald wieder ab.

Bei Einhaltung des MAK-Wertes wurden auch bei jahrelanger Exposition keine chronischen Erkrankungen festgestellt. Bei Werten oberhalb des MAK-Wertes kann es jedoch zur Ausbildung einer chronischen Bronchitis kommen. Einwirkungen hoher C.-Konzentrationen auf den menschlichen Organismus sind bislang nur im Zusammenhang mit PVC -Bränden bekannt geworden. Bei diesen Bränden entstehen neben Dioxinen große Mengen an C.. PVC in Müllverbrennungsanlagen stellt ebenfalls eine Quelle von C. dar.

Stichwortstand: 1993
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Stand: 11. März 2003
Erstellt: 9. Mai 2001
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in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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