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Rubrik: Substanzen_Werkstoffe
| Stichwort: Chlorfreies Papier
Umweltlexikon-online.de: Chlorfreies Papier
Mit dem Begriff C. wird Papier bezeichnet, zu dessen Herstellung Zellstoff eingesetzt wird, welcher ohne Einsatz von elementarem Chlor oder chlorhaltigen Verbindungen produziert wird.Dies führt zu einer starken Reduzierung der Einleitungen an chlorierten Kohlenwasserstoffen (
siehe Chlorierte Kohlenwasserstoffe
CKW
) ins
Man unterscheidet kommunales Abwasser und Industrieabwasser. Kommunales Abwasser enthält neben schadstoffbelastetem Regenwasser (z.B. Auswaschung von Fahrbahnen/Parkplätzen) häusliche Abwässer mit Fäkalien, Speiseresten, Desinfektionsmitteln und Spül- und Reinigungsmitteln, die schwer abbaubare Bestandteile enthalten können.
Abwasser
. Um dies zu ermöglichen, müssen die traditionellen Verfahren der Zellstoff-Gewinnung (Sulfit-, Sulfat- oder Holzstoffverfahren;
P. kann aus Zellstoff, Holzstoff, Alt-P. und Lumpen (Anteil ca. 70 Prozent) bestehen. Füllstoffe sind z.B. Kreide, Bariumsulfat, Titandioxid und Kaolin.
Papier
) durch neue Zellstoffproduktionsverfahren unter Einsatz anderer, meist organischer Aufschlußmittel ersetzt werden. Derzeit werden hauptsächlich drei Verfahren angewandt:
- 1. Beim Organosolv- (Organocell-) Verfahren wird eine Mischung von
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
und
M. (veraltet Methylalkohol, auch Holzgeist genannt) ist eine farblose Flüssigkeit von alkoholischem Geruch mit einem MAK-Wert von 200 ml/m3 (ppm) entsprechend 260 mg/m3.
Methanol
als Extraktions- und Lösungsmittel sowie in einem zweiten Kochprozeß
Wäßrige Lösung von Natriumhydroxid.
Natronlauge
(
N. auch als Ätznatron bezeichnet mit der chemischen Formel NaOH ist ein weißer stark hydroskopischer Feststoff mit einem Schmelzpunkt bei 318 °C.
Natriumhydroxid
) eingesetzt. Das
M. (veraltet Methylalkohol, auch Holzgeist genannt) ist eine farblose Flüssigkeit von alkoholischem Geruch mit einem MAK-Wert von 200 ml/m3 (ppm) entsprechend 260 mg/m3.
Methanol
wird anschließend wieder zurückgewonnen. Gegenüber bisherigen Aufschlußverfahren entstehen kaum Abwässer und Abgase. Aufgrund sehr geringer Ligninreste kann der Zellstoff mit
O. ist ein Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen, es wirkt als sehr starkes Oxidationsmittel mit typischem, leicht stechendem Geruch (Geruchsschwelle bei 10 pp in der Luft.
Ozon
und
W. (Wasserstoffsuperoxid, H2O2) ist in 30-40%iger Lösung stark ätzend.
Wasserstoffperoxid
auf hohe Weißgrade aufgehellt werden. Chlorhaltige
Wichtige Gruppe von Chemikalien, die in zahlreichen industriellen Prozessen (Bleicherei, Zellstoffbleiche), aber auch im Privathaushalt zum Einsatz kommt (dort vor allem als Wäsche-B. und in Fleckensalzen).
Bleichmittel
werden nicht mehr benötigt. Weißgrad und Festigkeitseigenschaften entsprechen denen der Sulfit- bzw. Sulfateigenschaften.
- 2. Das ASAM-Verfahren verwendet als Aufschluß
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.
chemikalien
geringe Mengen Sulfit sowie Natriumcarbonat und
Wäßrige Lösung von Natriumhydroxid.
Natronlauge
(
N. auch als Ätznatron bezeichnet mit der chemischen Formel NaOH ist ein weißer stark hydroskopischer Feststoff mit einem Schmelzpunkt bei 318 °C.
Natriumhydroxid
). Zusätzliches Lösungsmittel ist
M. (veraltet Methylalkohol, auch Holzgeist genannt) ist eine farblose Flüssigkeit von alkoholischem Geruch mit einem MAK-Wert von 200 ml/m3 (ppm) entsprechend 260 mg/m3.
Methanol
, welches nahezu 100-%ig wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt wird. Durch die nahezu vollständige Abtrennung des Lignins vom Zellstoff wird dieser in einer solchen Reinheit gewonnen, daß auf chlorhaltige
Wichtige Gruppe von Chemikalien, die in zahlreichen industriellen Prozessen (Bleicherei, Zellstoffbleiche), aber auch im Privathaushalt zum Einsatz kommt (dort vor allem als Wäsche-B. und in Fleckensalzen).
Bleichmittel
verzichtet werden kann. Hinsichtlich des Weißgrades, der Festigkeit und Ausbeute ist das ASAM-Verfahren mit den klassischen Verfahren konkurrenzfähig.
- 3. Beim Acetosolv-Verfahren erfolgt der Aufschlußprozeß mit Essigsäure unter einem 0,1-%igen Zusatz von Salzsäure (
auch Salzsäuregas genannt ist ein farbloses, stechend riechendes, unbrennbares Gas.
Chlorwasserstoff
). Eine Bleiche mit
W. (Wasserstoffsuperoxid, H2O2) ist in 30-40%iger Lösung stark ätzend.
Wasserstoffperoxid
wird in diesen Kochungsprozeß direkt integriert. Hinsichtlich von Weißgrad und Festigkeitseigenschaften besitzt dieser Zellstoff zum Teil bessere Werte als Sulfit- und Sulfatzellstoff.
Obwohl klare Vorteile gegenüber den klassischen Verfahren vorhanden sind, muß berücksichtigt werden, daß noch keines dieser neuen Verfahren in großtechnischem Maßstab eingesetzt wurde. Einen Grund zur Kritik bietet die Tatsache, daß es sich hier um die Herstellung von Zellstoffen aus Primärfasern handelt.
Durch Einsatz der neuen Aufschlußverfahren kann zwar der Schadstoffausstoß (
Die Abgabe von Stoffen, Energien und Strahlen an die Umgebung durch eine bestimmte Quelle wird als Emission bezeichnet.
Emission
) bei der Zellstoffproduktion gesenkt werden, eine Ressourceneinsparung oder Abfallreduzierung, wie durch erhöhten Einsatz von
A. ist Papier, das bei getrennter Sammlung und als Rest bei der Papierherstellung anfällt.
Altpapier
möglich, wird hierdurch jedoch nicht erreicht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum führende deutsche Umweltorganisationen und -zeitschriften lauthals damit werben, daß sie nur auf C. drucken, anstatt direkt
A. ist Papier, das bei getrennter Sammlung und als Rest bei der Papierherstellung anfällt.
Altpapier
zu verwenden.
Stichwortstand: 1993
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Stand: 13. Februar 2012
Erstellt: 13. Februar 2012