StartseiteRubrik: Substanzen_Werkstoffe   |  Stichwort: Asbest

Umweltlexikon-online.de: Asbest


A. ist ein natürliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren für vielfältige Zwecke verwendet. Asbestprodukte dienten in Gebäuden und Geräten als Brand- und Isolierschutz.

A. wurde in mehr als 3.000 Produkten verarbeitet. Die Hauptanwendungen lassen sich drei Bereichen zuordnen:
  • Spritzasbest mit A.-Gehalten von über 60 Prozent. Hierbei sind die Asbestfasern meist lose gebunden, so dass sie leicht freigesetzt werden können.
  • Asbestzementprodukte mit einem A.-Gehalt von unter 15 Prozent, wobei die Fasern fest in die Zementmatrix eingebunden sind.
  • Asbesthaltige Platten mit einem A.-Gehalt zwischen 15 und 60 Prozent

Erst 1979 wurde Spritzasbest und 1989 die Verwendung aller Asbestmaterialien verboten. Ein beruflicher Kontakt mit A. kommt nur noch bei Abbruch, Sanierungs und Instandsetzungsarbeiten in Frage, diese dürfen nur von nach TRGS 519 geschulten Personal mit entsprechender Schutzausrüstung durchgeführt werden.

Die A.-Produktion betrug 1976 weltweit 5,2 Mio t. Davon entfielen 94 Prozent auf die A.-Sorte Chrysotil, 4 Prozent auf Krokydolith und Prozent auf Amosit. A. vereinigen in sich eine einzigartige Kombination begehrter technischer Eigenschaften. A. ist chemisch beständig, unbrennbar, verspinnbar, verrottungsfest, mechanisch fest, gut in anorganische und organische Bindemittel einzubinden und besitzt ein gutes Isoliervermögen.

Wichtigste Anwendungsbereiche waren in Deutschland (1975): A.-Zementprodukte (A.-Verbrauch 130.000 t), Fußbodenbeläge (mehr als 14.000 t), Textilien (14.000 t), Leichtbauplatten (10.000 t), bauchemische Produkte (10.000 t) sowie Brems- und Kupplungsbeläge (9.000 t).

In vielen größeren Gebäuden, die vor 1982 errichtet wurden, ist mit A.-Produkten zu rechnen. Typische Anwendungen im privaten Bereich sind A.Pappen oder -platten an hölzernen Heizkörperverkleidungen oder A.-haltige Wärmedämmstoffe, Dichtungen oder Schnüre an Herden, Öfen, Kaminen und Schornsteinen, Brandschutzklappen, Elektrospeicherheizungen und Cushion-Vinyl-Fußbodenbeläge. In den neuen Bundesländern wurden in zahlreichen Wohnungen schwachgebundene A.-Platten verwendet.

Heute findet man in der Außenluft in Straßennähe 50-150 Fasern/m3 und in der Nähe von verwitternden Asbestzementplatten an Häusern Maximalwerte bis 1.000 F./m3. Die Raumluft enthält in der Regel weniger als 100 F./m3, dies gilt auch beim Betrieb einwandfreier Nachtspeicheröfen.

Treten Faserkonzentrationen von 1.000 F./m3 und mehr auf müssen die Gebäude aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes sofort geschlossen werden. Nach der Sanierung von Gebäuden gilt als Richtwert eine maximale Faserkonzentration von 500 F./m3.
Der Richtwert für A.-Fasern im Trinkwasser liegt bei 10.000 F./Liter.

Die krebserzeugende Wirkung ist seit mehr als 60 Jahren in der Arbeitsmedizin bekannt. Etwa Zweidrittel aller heute anerkannten Arbeitserkrankungen gehen auf A.zurück. A. ist daher in der Gruppe III A 1 eingestuft (MAK-Liste). In Tierversuchen hat sich herausgestellt, dass Fasern mit einer Länge von < 2 µm nicht kanzerogen wirken, die stärkste krebsauslösende Wirkung Fasern von einer Länge von ca. 8 µm und einem Durchmesser von 0,25 µm aufwiesen.
9852 Aufrufe seit August 2009
Stand: 10. Maerz 2003
Erstellt: 8. Mai 2001
Wie viel Dämmstoff spart ein Atomkraftwerk?Wie viel Dämmstoff spart ein Atomkraftwerk?
Münzenberg, 28.04.2011: Wenn man im Moment der laufenden Diskussion folgt, dann steht das Thema "erneuerbare Energien" über allem. Jeder Ansatz dreht sich im Moment darum, wie wir die Energie, die Atomkraftwerke erzeugen, durch erneuerbare Energieträger ersetzen können. Die beste Energie aber ist die, die gar nicht verbraucht wird.
Deutsche Umwelthilfe klagt wegen Verletzung von Luftreinhalteauflagen gegen Stuttgart 21Deutsche Umwelthilfe klagt wegen Verletzung von Luftreinhalteauflagen gegen Stuttgart 21
Berlin, 12.10.2010: Mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg unterstützt die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) einen Stuttgarter Bürger, der die rechtswidrige Verletzung von Gesundheitsschutzauflagen im Planfeststellungsbeschluss für das Bauprojekt Stuttgart 21 beenden will.
 Wie wird in Deutschland an den Heizkosten gespart? Wie wird in Deutschland an den Heizkosten gespart?
Zellingen, 02.11.2009: Mehr als 50% aller Bundesbürger sparen Heizkosten in dem sie in nicht genutzten Wohnräumen die Heizung vollständig abdrehen. Fast ein Drittel will mit weniger Lüften die Heizkosten deutlich drosseln. Derzeit glauben nur wenige das durch Dämmung und neuer Technik, die Kosten effektiv gesenkt werden. Zudem bieten Banken wegen der Wirtschaftskrise, derzeit nur wenige Kredite und KfW Förderungen an.
Stiftung Warentest ist Umweltgiften auf der SpurStiftung Warentest ist Umweltgiften auf der Spur
Berlin, 05.06.2009: "Umweltschutz - für unsere Gesundheit" lautet das Motto des heutigen Tages der Umwelt. Um Gesundheitsgefahren zu erkennen, die im eigenen Haushalt lauern können, bietet die Stiftung Warentest zahlreiche persönliche Umweltanalysen an. Ob Gift unterm Parkett, Schwermetalle im Trinkwasser, Asbest in älteren Gebäuden oder Holzschutzmittel in Brettern und Balken - die ...
Gefahr in der guten StubeGefahr in der guten Stube
Berlin, 20.11.2008: Auch außerhalb der kalten Jahreszeit verbringen wir 80 bis 90 Prozent unserer Zeit drinnen. Umweltbelastungen machen jedoch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt mit der Broschüre "Gesund Wohnen" Hilfestellung zum Erkennen von und Umgang mit Umweltschadstoffen.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012


im Journal
Social Buttons
Über unser Institut
Inserate
Top-News
Meat Abolition Day - Tag zur Abschaffung von "Fleisch"
Mindfuck: Warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können
Klimawandel: Deutsche sind besorgt, fühlen sich aber gut informiert
Schüler entwickeln Qualitätskriterien für nachhaltige Berufsbildung
Lebensstilforschung
„Biosprit“ ist keine Lösung für klimaschädliches Fliegen und verschärft Lebensmittelknappheit
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Beagles aufgepasst: VIER PFOTEN sucht neues Kampagnen-Gesicht
Chemische Schadstoffe in Spielzeug gefunden – Remmel warnt: „Wir brauchen eine Verschärfung der Grenzwerte“
Wie billig ist Atomstrom wirklich, Herr Oettinger? (Ein Kommentar von Franz Alt)
Inserate