Antimon

Antimon

Chemie

Antimon, lateinische Bezeichnung Antimonium, ist ein chemisches Element mit dem Elementarzeichen SB. Die Bezeichnung kommt von der veralteten Bezeichnung Stibium.
Antimon besitzt einen festen Aggregatzustand, mit geringer Härte und eine trigonalen Struktur. Es ist ein Halbmetal und optisch grau glänzend. Die Ordnungszahl im Periodensystem ist 51. Der Schmelzpunkt liegt bei 630,5 Grad Celsius. Wird Antimon erhitzt, setzt sich weißer Rauch frei.

Geschichte

Der Name Antimon entstammt vermutlich durch einen Mönch namens Basilius Valentinus, welcher im 15. Jahrhundert tätig war. Dieser berichtete über die innere Anwendung von Antimon, welch er heimlich seinen Ordensbrüdern untermischte. Da diese verstarben, ging der Name in „antimoine“ (antimönchisch) über. Daraus sei das nun bekannte Antimon entstanden. Besondere Bedeutung fand Antimon in der Alchemie, um Gold und Silber zu trennen.

Toxizität

Die letale Dosis von Antimon liegt bei 200 – 1200 Milligramm. Die Verbindungen mit Antimon sind in der Toxizität verstärkt. Seitens der EU sind Antimonverbindungen als toxisch (T), ätzend (C), gesundheitsschädlich (XN) oder umweltgefährlich (N) eingestuft. Antimon selbst als reizend. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft Antimon(III)-oxid als krebserregend ein. Antimontrioxid wird in der PET Produktion und Emailleherstellung verwendet.

Vorkommen und Abbau

Antimon kommt in der Natur sehr selten vor. In elementarer Form sind 300 Fundorte bekannt. Häufiger sind Antimon – Minerale. Der Abbau von Antimon – Mineralien rentiert sich erst ab einer Konzentration von ungefähr drei Prozent. Theoretisch ist Antimon in allen Goldlagerstätten und Buntmetalllagerstätten (unter anderem Zink, Zinn, Kupfer) zu finden. Weiteres dient es als Marker für neue Goldvorkommen.