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Rubrik: Wasser
| Stichwort: Grundwasser
Umweltlexikon-online.de: Grundwasser
G. ist im
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.
Boden
vor Jahrzehnten versickertes Niederschlagswasser, das sich an wasserundurchlässigen Schichten ansammelt. Durch die Bodenpassage wird das G. filtriert und stellt daher das ideale
Trinkwasser dar, da es normalerweise hygienisch einwandfrei, geschmacklos, frisch, klar und kühl ist.
Die Gefährdung des G. hat verschiedene Ursachen:
Durch die zunehmende Bebauung dringt immer weniger Niederschlagswasser in den Untergrund ein (Versiegelung des Bodens), durch Flußregulierungen wird die Erosionskraft des Wassers verstärkt (schnelleres Fließen). Dadurch vertieft der Fluß sein Bett, und der G.-Stand senkt sich, das Uferland versteppt. Ähnliche Auswirkungen können auch starke
Grundwasserabsenkungen durch Brunnen haben.
Über verschiedene Belastungspfade gefährden
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.
Chemikalien
das G.:
- Eindringen von Nitraten ins G. aus überdüngten landwirtschaftlichen Flächen (Düngemittel, Gülle);
- Eindringen von Pflanzenschutzmitteln wie Herbiziden (
Von den Herbiziden (Unkrautvernichtungsmitteln) der bekannteste und bisher, vor allem im Maisanbau, am häufigsten eingesetzte Wirkstoff.
Atrazin
) aus der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Landwirtschaft
in das G.;
- Eindringen von wassergefährdenden Stoffen wie chlorierten Kohlenwasserstoffen ins G. durch
Bewegung des Wassers von der Erdoberfläche in tiefere Bodenschichten.
Versickerung
aus undichten Tanks, bei Transportunfällen und sonstigem unsachgemäßen Umgang;
- Eindringen von Sickerwässern aus schlecht abgedichteten Deponien (
Als A. werden ehem. Deponien, Industrie- und Gewerbestandorte, undichte Leitungssysteme und defekte Abwasserkanäle und unsachgemäß gelagerte wassergefährdende Stoffe und chemische Kampfstoffe bezeichnet.
Altlasten
, Deponiesickerwasser);
- Freisetzung von Schwermetallen durch die vom Sauren Regen ausgelöste
Die B. stellt für die meisten mitteleuropäischen Böden einen natürlichen Vorgang dar.
Bodenversauerung
;
- Eindringen der sauren Niederschläge in das G.;
- Eindringen von
N. das Salz der Salpetersäure ist eine anorganische Stickstoffverbindung, die natürlicher Bestandteil des Bodens ist.
Nitrat
und Keimen aus undichten Kanalisationen.
Durch das Aktionsprogramm G. der EG-Umweltminister, das das G. als ökologisch wertvollen Bestandteil des Naturhaushaltes für besonders schutzbedürftig erklärt, soll eine langfristige Überförderung des G. und damit verbundene Grundwasserabsenkungen vermieden werden. In vielen Trinkwassereinzugsgebieten ist der G.-Spiegel über die Jahre z.T. bis zu 10 m gesenkt worden.
In Westdeutschland werden bislang ca. 80% des Trinkwassers aus G. gewonnen (in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und West-Berlin sogar 100%). Daher wird bei zunehmender Verschmutzung des G. oder zu starker G.-Absenkung gerade die BRD gezwungen werden, mehr
Trinkwasser aus
Oberflächenwasser zu gewinnen, das kostenintensiv aufbereitet werden muß (
Trinkwasseraufbereitung).
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Stand: 22. Jänner 2003
Erstellt: 16. Mai 2001