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Rubrik: Wasser
| Stichwort: Enthärter
Umweltlexikon-online.de: Enthärter
Unter E. versteht man umgangssprachlich chemische Substanzen, welche die härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen des Wassers (Wasserhärte) zu binden vermögen, was Voraussetzung für optimal ablaufende Wasch- und Reinigungsprozesse ist. Diese Härtebildner spielen eine Rolle bei der Schmutzhaftung, und sie behindern die schmutzlösende Wirkung von
Tensiden, z.B. durch Bildung unlöslicher Verbindungen (bekanntester Fall ist die Ausfällung von Kalkseifen).
Es werden zwei Prinzipien bei E. realisiert:
- 1. Die Bindung über
I. sind feste Substanzen, an die bestimmte Ionen gebunden sind.
Ionenaustauscher
. Sie geschieht entweder im Rahmen einer vorgeschalteten
siehe Trinkwasseraufbereitung.
Wasseraufbereitung
mittels synthetisch-organischer Austauscherharze oder durch anorganische Festkörper mit Schicht- oder Käfigstrukturen, in denen bewegliche Natriumionen gegen die Härtebildner ausgetauscht werden können.
Der erste Fall ist technisch in Spülmaschinen, aber auch bei der gewerblichen Wäscherei verwirklicht, während in Haushalts-Waschmaschinen E. der zweiten Art Einsatz finden, und zwar weltweit fast ausschließlich als
Dieses wasserunlösliche, synthetische Natriumaluminiumsilikat (Handelsname: Sasil) ist der weltweit erfolgreichste Phosphatersatzstoff und wird als Gerüststoff in einer Vielzahl von Waschmitteln eingesetzt.
Zeolith A
, das Rezepturbestandteil pulverförmiger
Zur Säuberung von Textilien im wässrigen Medium bestimmte, komplex zusammengesetzte Wirkstoffgemische, die immer Tenside, meist auch Gerüststoffe, Bleichmittel etc. enthalten.
Waschmittel
ist und im Gegensatz zu den stationären Austauscherharzen nach jeder Wäsche ins Abwasser gespült wird.
- 2. Das andere E.-Prinzip wird durch Komplexbildner repräsentiert. Bekanntester Vertreter ist das Phosphat, welches aber wegen der Eutrophierungs-Problematik weltweit immer mehr durch
Die sich seit Ende der 60er Jahre abzeichnende Brisanz des Phosphateintrags in unsere Oberflächengewässer (Eutrophierung) führte schon frühzeitig zur Entwicklung von P..
Phosphatersatzstoffe
wie Citrat und
N. (NTA) ist ein stickstofforganischer Komplexbildner, der vielfältige Anwendung findet, z.B. in der Galvanik und der Fotoindustrie.
Nitrilotriacetat
substituiert wird.
Dieses wasserunlösliche, synthetische Natriumaluminiumsilikat (Handelsname: Sasil) ist der weltweit erfolgreichste Phosphatersatzstoff und wird als Gerüststoff in einer Vielzahl von Waschmitteln eingesetzt.
Zeolith A
und die Komplexbildner gehören zu den sog.
Gerüststoffen, einer der wichtigsten Wirkstoffgruppen in Wasch- und Reinigungsmitteln.
Neben dieser engeren Bedeutung als Wirkstoff steht der Begriff E. aber auch für eine Produktgattung, die insbesondere im Zusammenhang mit den Baukastenwaschmitteln zunehmende Bedeutung erlangt.
Solche konfektionierten E. bestehen in der Regel aus mehreren E.-Wirkstoffen, nämlich
Dieses wasserunlösliche, synthetische Natriumaluminiumsilikat (Handelsname: Sasil) ist der weltweit erfolgreichste Phosphatersatzstoff und wird als Gerüststoff in einer Vielzahl von Waschmitteln eingesetzt.
Zeolith A
, Citrat und Polycarboxylat. Daneben finden sich häufig geringere Mengen an Tensiden sowie
Artenreichste Klasse der Minerale, geologisch und technisch sehr wichtig.
Silikate
, Soda und Glaubersalz. Wobei größere Anteile von letzterem wegen unnötiger Abwasserbelastung abzulehnen sind.
Grundsätzlich sind E. als ökologisch sinnvoll einzustufen, erlauben sie doch, in hartem
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
den Verbrauch an Waschmitteln mit ihren problematischeren Inhaltsstoffen einzuschränken (Ausnahme: Kompaktwaschmittel). Der Absatz von E. lag 1991 in alten und neuen Bundesländern mit 145 Mio DM um 10% höher als im Vorjahr, also entgegen dem Trend eines eher stagnierenden Wasch- und Reinigungsmittelmarktes.
@Umweltlexikon?-
Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Symbol Ca, Ordnungszahl 20, Schmelzpunkt 838 Grad C, Siedepunkt 1.440 Grad C, Dichte 1,53 g/cm3.
Calcium
, Wasserhärte
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Stand: 20. Jänner 2003
Erstellt: 10. Mai 2001