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Umweltlexikon-online.de: Waldboden


Der W. ist ein relativ naturnahes Bodensystem, da es in der Regel nicht oder nur selten bearbeitet oder gedüngt wurde. In vielen Wäldern Mitteleuropas wurden allerdings seit dem Mittelalter bis ins 19. Jh. Dem Wald Laubstreu oder Plaggen entnommen, was Nährstoffentzug und (Bodenversäuerung) zur Folge hatte.

Erst in den letzten Jahrzehnten erfolgten Düngungs- und Kalkungsmassnahmen, hauptsächlich um den Eintrag von Säuren durch die Luftverschmutzung mit Stickoxiden und Schwefeldioxid zu kompensieren. In manchen Regionen wie zum Beispiel in Schweden ist der pH-wert des Waldbodens bereits auf Werte um 3,5 pH abgesunken ( Saurer Regen ).

Die Versauerung bewirkt die Freisetzung von Aluminium -(Zellgift)- und Scwermetallionen und mindert die Organismentätigkeit mit der Folge, dass sich die Intensität des Abbaus des Laubstreus verringert, Humus langsamer gebildet wird und die Pflanzenverfügbarkeit der Nährstoffe abnimmt.
Waldböden unterliegen vor allem unter Nadelhölzern einem natürlichen Prozess der Versauerung mit der neigung zur Podsolierung ( Bodentypen ).

Waldböden tropischer Breiten unterliegen wegen ungünstiger Bindungsverhältnisse zwischen Nährstoffen und Tonmineralien in starkem Ausmass der Nährstoffauswaschung. Im Falle der Rodung verlieren diese Böden daher aufgrund mangelnder Nährstoffnachlieferung durch Laubfall schnell ihre Fruchtbarkeit ( Regenwald ).
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Stand: 3. April 2002
Erstellt: 4. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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