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Rubrik: Weiteres_Sonstiges
| Stichwort: Umweltberatung
Umweltlexikon-online.de: Umweltberatung
U. ist ein umweltpolitisches Instrument zur Beeinflussung des Lebens- und Konsumverhaltens privater Haushalte oder der Wirtschaftsweise von Institutionen und Betrieben hin zu einem ökologischen, umweltverträglicheren Handeln. Daneben hat sie die Funktion einer Präventivmaßnahme zur Begrenzung von
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
- und Gesundheitsschäden. Durch die zunehmende Chemisierung des Alltags und dem gesteigerten Umweltbewußtsein der Verbraucher ist eine qualifizierte Verbraucheraufklärung und Beratung unerläßlich. Die U. "übersetzt" komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse in eine allgemeinverständliche Sprache und hinterfragt sie kritisch. In Beratungssituationen werden hinsichtlich des Fachwissens und der Kompetenz die unterschiedlichsten Anforderungen an den Berater gestellt. Die Qualität der Beratung ist in starkem Maß von der persönlichen Eignung des Beraters zur Gesprächsführung abhängig. Fachwissen und methodisch-didaktische Fähigkeiten sind unerläßlich, um die U. nicht zu einer bloßen Informationsvermittlung zu reduzieren.
Angeboten wird U. derzeit hauptsächlich von Kommunen und Verbraucherzentralen (insb. in Nordrhein-Westfalen). Andere Träger sind Umweltverbände, Landeskirchen, die
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor).
Industrie
- und Handelskammer, Frauenverbände, diakonische Einrichtungen usw.
Methoden der U. sind insb.: Durchführung spezieller Aktionen (z.B.
Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel und es ist in jedem Fall sinnvoll und wirkt kostensenkend.
Wassersparen
), telefonische Einzelberatungen, zielgruppenspezifische Beratungsangebote (z.B. Schulen, Kindergärten), Vorträge und Kurse mit Gruppen und Multiplikatoren und allgemeine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Eine zentrale Informationsstelle für Umweltberater in Deutschland fehlt bislang. Nur in Nordrhein-Westfalen wurde mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums eine Stabsstelle bei der Verbraucherzentrale eingerichtet. In den meisten Bundesländern existieren Landesverbände von Umweltberatern, ein Bundesverband für U. wurde 1989 gegründet. In Ostdeutschland laufen besondere, staatlich geförderte U.-Programme.
Abfall(vermeidungs)beratung sollte Teil jeder Umweltberatung sein. Als von der Umweltberatung unabhängiges Tätigkeitsfeld entstand A. Mitte der 80er Jahre zunächst in solchen Städten, die Modelle zur getrennten Müllsammlung (meist: Erfassung von Wertstoffen in eigenen Sammelbehältern) erprobten.
Abfallberatung
Lit.: M.Zimmermann: U. in Theorie und Praxis, Basel 1988; Umweltbundesamt: Bibliographie U., Berlin 1989; Universität Bielefeld: Die U. für Verbraucher der Verbraucher-Zentrale NRW e.V., Bielefeld 1989
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Stand: 7. Juni 2001
Erstellt: 6. Mai 2001