Als Sukzession bezeichnet man die sich mit der Zeit auf einem gegebenen Areal einander ablösenden Lebensgemeinschaften von Organismen aufgrund allmählicher oder tiefgreifender Veränderungen der Existenzbedingungen in einem
(griech.: topos=Ort) Das (oder der) B. ist der natürliche Lebensraum einer darauf abgestimmten Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren (Biozönose).
Biotop
. Die Umweltänderungen werden von den Organismen z.T. selbst verursacht (z.B.
(radioaktiver Stoffe in Organismen) Erhöhung der Konzentration von Stoffen in biologischen Systemen.
Anreicherung
von abgestorbenen Pflanzenteilen bei der
V. ist ein Prozeß organisch bedingter Sedimentbildung durch den Bewuchs an stehenden Gewässern wie Seen, Altarmen von Flüssen etc.
Verlandung
eines Sees), deren Folgeorganismen der nächsten Sukzessions-Stufe als
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
dienen. Dieser Vorgang strebt einem Zustand, dem sog.
ökologischen Gleichgewicht, entgegen, in dem die von den Pflanzen "erzeugten" Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zu den von den übrigen Lebewesen benötigten Nährstoffen stehen (die Primärproduktion entspricht dem Bedarf der
Begriff aus der Ökologie.
Konsumenten
).
Über eine primäre Sukzession, die
Die P. bezeichnet in der Ökologie die Erstbesiedlung von bis dahin lebewesenfreien Arealen.
Pionierphase
und die folgenden Sukzession-Gesellschaften entwickelt sich schließlich ein stabiles Endstadium, das Klimaxstadium. Die Zeitdauer der Sukzession ist stark vom Medium des Ökosystems abhängig. Aquatische Ökosysteme sind schnellebig, sie erreichen die Klimaxphase oft in Jahresfrist. Dagegen beansprucht die Primär-Sukzession in terrestrischen Ökosystemen, etwa bei der Besiedlung von Lavafeldern, Moränen etc., viele tausend Jahre, bis der
Klimaxzustand erreicht ist. Sekundär-Sukzession bezeichnen Wiederbesiedlungen von aufgelassenem Ackerland oder Kahlschlägen. Derartige Areale können in 100-200 Jahren wieder eine Klimaxgesellschaft werden.
Die Sukzession und damit das ökologische Gleichgewicht sind z.B. in Waldökosystemen durch den
sauren Regen empfindlich gestört. Die natürliche Sukzession auf Kahlschlaggebieten kann nicht mehr erfolgen, da junge Pflanzentriebe aufgrund der
Die B. stellt für die meisten mitteleuropäischen Böden einen natürlichen Vorgang dar.
Bodenversauerung
(Auswaschung von Nährstoffen, Freisetzung von Schadstoffen, Schädigung der Feinwurzeln) im geschädigten
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.
Boden
nicht mehr anwachsen können. Junge Baumtriebe müssen daher künstlich mit erheblichem Aufwand vorgezogen werden (Verjüngung,
Immissionsbedingtes Waldsterben tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die Schadstoffe großräumig verteilten, trat das Waldsterben dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf.
Waldsterben
).
Graphik:
Klimaxstadium einer Biozönose
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