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Umweltlexikon-online.de: Spraydosen


Druck- und bruchfestes Gefäß zum Zerstäuben von Flüssigkeiten. In den alten Bundesländern wurden 1990 684 Mio S. verkauft, also 10 S. pro Einwohner und Jahr.
Als Treibmittel für S. wurden früher meist FCKW verwendet. Diese sind Hauptverursacher für die Zerstörung der Ozonschicht ( Ozonabbau ) und Mitverursacher des Treibhauseffekts. Bei Besprühen von offenen Flammen oder glühenden Gegenständen mit FCKW kann das hochgiftige Phosgen entstehen. Auch das Einatmen von FCKW ist nicht unbedenklich. Daher wurden FCKW als Treibgas in den 80er Jahren zunehmend von weniger schädlichen, aber nicht unproblematischen Kohlenwasserstoffen ersetzt und von Kohlendioxid , das als Treibmittel (ebenso wie Kohlensäure im Sprudel) völlig unbedenklich ist. Dieser Ersatz führte zu einer Verringerung der jährlich eingesetzten FCKW-Menge von 53.000 t (1976) auf 1.600 t (1990) (Treibgas).
Als Einwegverpackung tragen S. zur Vergrößerung der Hausmüll-Menge bei, weswegen sie durch nachfüllbare Pumpzerstäuber (Recycling, Mehrwegverpackung) ersetzt werden sollten.
Am wenigsten umweltschädlich ist es jedoch, gänzlich auf den Einsatz von S. zu verzichten, da es mittlerweile zu allen Arten von S. Alternativen gibt. So sollten z.B. Deoroller statt Deosprays oder Pumpzerstäuber für Haarspray verwendet werden. Zudem sollte man sich fragen, ob es notwendig ist, z.B. Schlagsahne in S. zu kaufen, oder ob die gute alte Fliegenklatsche nicht sinnvoller ist als ein Insektenvernichtungsspray, mit dem zusätzlich noch das Raumklima verschlechtert wird. Auch Luftverbesserungs-, Backofenreinigungs- oder Desinfektionssprays gehören in keinen umweltfreundlichen Haushalt.




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Stand: 17. Oktober 2002
Erstellt: 6. Mai 2001
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