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Umweltlexikon-online.de: Polytetrafluorethylen


PTFE ist ein durch Polymerisation von Tetrafluorethylen entstehender, sehr kälte-, wärme- und chemikalienbeständiger, nichthaftender und selbstschmierender Kunststoff. Handelsprodukte sind u.a. Teflon und Hostaflon.

Hauptanwendungsgebiete sind Beschichtungen , Auskleidungen und Dichtungen im chemischen Apparatebau, Flugzeugbau und Raumfahrtindustrie sowie Spezialtextilien (z.B. Goretex) und Haushalt.

PTFE ist bei bestimmungsgemäßen Gebrauch gesundheitlich unbedenklich und wird aufgrund seiner Eigenschaften u.a. zur Beschichtung von Kochgeräten und Bratpfannen verwendet. PTFE ist zwischen -200 Grad C und +260 Grad C einsetzbar.

PTFE-beschichtete Pfannen dürfen nicht überhitzt werden, was v.a. an zerkratzten Stellen geschehen kann. Bei Temperaturen über 360 °C zersetzt sich Teflon und bildet giftige, fluorierte Verbindungen und Partikel, die in schweren Fällen zu Bronchiopneumonie und Lungenödem führen können. Bei geringeren Konzentrationen kann sich nach mehrstündiger Latenzzeit ein grippeartiges Kranksheitsbild ergeben (Teflonfieber). Für die Bildung von Zersetzungsprodukten aus PTFE, die für Ratten tödlich sind, sind Temperaturen von 425 bis 450 °C notwendig. Eine 15-minütige Inhalation von ultrafeinen PTFE-Partikeln verursacht bei Ratten schwere Lungenschädigungen.

Jahrzehntelang wurden Gesundheitsrisiken durch die Hersteller wie DuPont verschwiegen, die bei der Teflon -Herstellung durch den Grundstoff Perflouroktansäure (PFOA) auftreten können. Kinder von Arbeiterinnen aus der PTFE-Herstellung, die dem Stoff  PFOA ausgesetzt waren, erlitten häufiger Missbildungen. PFOA ist bei Ratten krebserregend. Grenzwerte für die Verwendung gibt es nicht. PFOA baut sich wie PCB und Dioxin nicht ab; der menschliche Körper benötigt daher Jahre, um es auszuscheiden.

Ein erhebliches Umweltproblem stellt PTFE in der Entsorgung dar, da die freigesetzten Emissionen bei der Verbrennung die Umwelt belasten.

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Stand: 29. Dezember 2005
Erstellt: 16. Mai 2001
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