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Umweltlexikon-online.de: Latentwärmespeicher


L. sind Wärmespeicher, bei denen ein Speichermedium während einer Zustandsänderung, z.B. der des Aggregatzustandes, Wärmeenergie bei konstanter Temperatur aufnimmt bzw. abgibt.

Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die Freisetzung von Bindungsenergien. Die meisten L. beinhalten als Speichermedium ein Salz (z.B. Glaubersalz, Natriumacetat) oder eine organische Verbindung (z.B. Paraffine, Fettsäure), bei dem der Phasenwechsel des Aggregatzustandes von fest nach flüssig ausgenutzt wird. Ähnliche Konzeptionen liegen chemischen Speichern zugrunde (Zeolith).
Der Vorteil von L. gegenüber anderen Speichern ( Warmwasserspeicher ) besteht darin, daß sie bei sehr geringer Temperaturdifferenz eine relativ große Wärmemenge pro Speichervolumen aufnehmen und diese Energie über einen beliebigen Zeitraum verlustfrei speichern können. Die spätere Wärmeabgabe erfolgt auf dem ursprünglichen Temperaturniveau.
Bei der technischen Realisierung treten eine Reihe von Schwierigkeiten auf. So sind aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Speichermedien relativ große Wärmetauscherflächen erforderlich, die Medien sollen umweltverträglich, nicht korrosiv und zyclenfest und zudem kostengünstig sein.
Da jeder L. nur bei einer festgelegten Speichertempertur arbeitet, sind für verschiedene Anwendungen verschiedene L.-Konzepte erforderlich. L. wurden bisher in erster Linie im Niedertemperaturbereich für die Speicherung von Solarenergie und Abwärme (Wärmepumpe) eingesetzt. Bis auf Spezialanwendungen, wo kein anderer Speicher einsetzbar ist, konnten L. noch nicht konkurrenzfähig realisieren werden.
Chemische Speicher , physikalische Speicher

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Stand: 24. Oktober 2002
Erstellt: 21. Mai 2001
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