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Umweltlexikon-online.de: Lärm


L. ist eine vom Menschen als störend empfundene Schall - Immission , die je nach Art, Intensität und Einwirkdauer vorübergehend oder dauerhaft das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden beeinträchtigt.

L. ist somit kein physikalischer, sondern ein sozial-psychologischer Begriff. Die Grenzen zwischen Ruhe und L. sind fließend. Alle Schallereignisse enthalten Informationen, die vom Gehirn verarbeitet werden müssen. Je nach dem wie wichtig oder angenehm eine Information ist, werden Geräusche unterschiedlich empfunden.

Mit zunehmender Bevölkerungsdichte, Mobilität und Maschinisierung ist L. heute zu einem bedeutenden Problem des Umwelt - und Arbeitsschutzes geworden. Dominierende L.-Quelle ist der Verkehr , hier v.a. der Flug- und Straßenverkehr.

L.-Wirkungen können zu gesundheitlichen Folgen (Schädigung der Hörorgane, Bluthochdruck, Magengeschwüre, Depressionen usw.) und L.- Belästigungen zu Schlafstörungen, Nervosität und Unwohlsein führen. Ob Schall als L. empfunden wird hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie Stimmungslage, Stressfaktoren, Einstellung zur Schallquelle, Art der Geräusche, Tageszeit usw.

Wichtig sind v.a. auch die Ruhezeiten zwischen dem L. Ein permanenter Geräuschpegel ist erheblich belastender als kurze, sehr laute Schallereignisse mit entsprechenden Ruhezeiten. So ist es möglich, dass der Mensch sich z.B. an Schienenverkehrslärm gewöhnen kann.

Die Schädigung des Gehörs durch L. kommt überwiegend am Arbeitsplatz vor. Die L.-Schwerhörigkeit in Folge von Freizeit.-L. z.B. Rockkonzerte, Walkman, Motor- und Schießsport usw. haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Schwerhörigkeit findet gesellschaftlich kaum Anerkennung, weshalb auch die tatsächlichen Gesundheitsschäden durch L. erheblich unterschätzt werden. So ist ein Zusammenhang zwischen L.-Belastung und Herzinfarktrisiko nachgewiesen worden.

Der Mensch kann Luftschwingungen von 16 Hz bis 20 kHz in hörbare Töne umsetzen. Die gerade noch hörbaren Töne werden als Hörschwelle bezeichnet. Am sensibelsten kann das Ohr auf Frequenzen zwischen 1.000 und 4.000 Hz reagieren.
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Stand: 17. Oktober 2002
Erstellt: 21. Mai 2001
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in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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