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Umweltlexikon-online.de: Immission


Immission ist die Einwirkung der emittierten Schadstoffe ( Emission ) auf Pflanzen, Tiere und Menschen sowie Gebäude, nachdem sie sich in der Luft , dem Wasser oder dem Boden ausgebreitet ( Ausbreitung , Deposition ) oder auch chemisch oder physikalisch umgewandelt haben.

Das Ausmaß der Schadstoffeinwirkung hängt von ihrer Konzentration am Ort der Einwirkung und der Dauer dieser Einwirkung ab. Die Immission wird daher als Menge Schadstoff pro Menge Wasser , Boden oder Luft gemessen (Immission-Messung) und die so erhaltenen Werte als Immission.-Werte bezeichnet.

In der durchschnittlichen Großstadtluft befinden sich etwa 1.000 verschiedene Schadstoffe . Davon werden meist nur fünf fortlaufend erfaßt. Die Immission.-Werte einzelner Schadstoffe lassen keinen unmittelbaren Schluß auf ihre Wirkung zu, da sich Schadstoffe in ihrer Wirkung verstärken können (z.B. Staub und Schwefeldioxid ). In Belastungsgebieten muß die Immission.-Messung von fünf Schadstoffen ( Stickoxide , Schwefeldioxid , Kohlenmonoxid , Staub , Ozon ) kontinuierlich an den Punkten eines über das Gebiet gelegten 4x4-km2-Gitternetzes durchgeführt werden. Die gemessenen Immission.-Werte müssen als Jahresmittelwerte und als Kurzzeitwerte (TA Luft, MIK-Werte) an allen Meßpunkten des Gebietes ausgerechnet und auf Karten dargestellt werden. Die so ermittelte räumliche Verteilung der Jahresmittelwerte und der Kurzzeitwerte wird Immission.-Kataster genannt.

Wenn die Emissionen bekannt sind, kann auch mit Hilfe einer Ausbreitungsrechnung ( Ausbreitung ) näherungsweise die Immission. an jedem Punkt eines bestimmten Gebietes um die Emittenten ausgerechnet und dadurch ein Immission.-Kataster erstellt werden. Die Höhe des Jahresmittelwertes ist für eine Aussage über die mögliche gesundheitsschädliche Wirkung des Schadstoffes weitgehend unbrauchbar. Kurzzeitig auftretende hohe Schadstoffbelastungen verursachen erhebliche Schäden. Ein Mensch, der sich mit den Kohlenmonoxidabgasen seines Autos in der Garage umbringt, stirbt an den kurzzeitig hohen Kohlenmonoxidkonzentrationen. An der über das ganze Jahr gemittelten durchschnittlichen Kohlenmonoxidkonzentration in seiner Garage wäre er nicht gestorben.

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Stand: 20. November 2010
Erstellt: 17. Mai 2001
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