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Umweltlexikon-online.de: Genom


Die Gesamtheit der Erbanlagen eines Individuums, die aus den Chromosomen bestehen, auf denen als funktionelle Einheiten die Gene lokalisiert sind.

Das G. befindet sich bei höheren Lebewesen im Kern jeder Zelle und bildet ihre Steuerzentrale. Es ist beim Menschen und vielen anderen Organismen doppelt angelegt (diploid) und besteht beim Menschen aus 2 x 22 homologen Chromosomen sowie zwei Geschlechtschromosomen, die beim Mann (X,Y) verschieden und bei der Frau (X,X) identisch sind.

Das G. beinhaltet ca. 2 x 50.000 Gene, die allerdings nur 2% der DNS ausmachen. Die anderen 98 Prozent% dienen zur Steuerung der Genaktivität und anderer z.T. noch nicht bekannten Funktionen.

Die vollständige genetische Information des Menschen; das auf 50 000–100 000 Informationseinheiten ( Gen ) geschätzte Humangenom wird im Rahmen eines international organisierten Forschungsprogramms (»HUGO«, »human genome organization«) an vielen Forschungseinrichtungen aufgeklärt. Beispielsweise wird mittels DNS -Sequenzanalyse die Struktur der Desoxyribonucleinsäure aller Chromosomen analysiert, u. die Genloci werden den entsprechenden Genprodukten zugeordnet, so dass im Ergebnis eine » Chromosomen -« bzw. »Genkarte« entsteht.

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Stand: 15. Februar 2012
Erstellt: 15. Februar 2012
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