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Umweltlexikon-online.de: Dienstleistungen


Unter dem Begriff D. sind diejenigen von Menschen erbrachten Leistungen zusammengefaßt, die nicht in den Bereich der direkten Herstellung von Sachgütern fallen.
Ein wesentlicher Teil aller D. sind öffentliche Leistungen; zu den D. gehören: öffentliche Verwaltung, Polizei-, Justiz- und Militäreinrichtungen, Betrieb von Schulen und Universitäten, soziale Dienste (z.B. Krankenhaus), Nachrichtenübermittlung (z.B. Telekommunikation), Handel, Banken, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Kulturangebote, kirchliche Tätigkeiten, Arbeit in der Gastronomie, in privaten Haushalten, Kinderpflege. Der Bereich der D. wird auch als "tertiärer Sektor" der Wirtschaft bezeichnet ("primärer Sektor" Landwirtschaft und Bergbau ; "sekundärer Sektor" Industrie ). Der Dienstleistungssektor ist nicht nur der größte Wirtschaftssektor, sondern zugleich auch die größte Wachstumsbranche Europas. Zwei Drittel des Bruttosozialprodukts der EG werden im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet. In Anlehnung an den Ausdruck Industriegesellschaft spricht man auch vom Übergang zur "Dienstleistungsgesellschaft".
Zu den Dienstleistungen zählen zwar auch besonders emissionsintensive Emittentengruppen wie etwa Reinigungen, Wäschereien und Krankenhäuser, im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen gelten D. aber allgemein als weniger umweltbelastend. Die Zunahme des tertiären Sektors wird dennoch zusätzliche Belastungen für die Umwelt bringen. D. benötigen Raum und Flächen, verbrauchen und belasten Wasser , Boden und Luft , tragen zur Zunahme von Energieverbrauch und Verkehr bei (Freizeit und Umwelt ). Mittelbar sind sie am Wachstum bestimmter Produktbereiche beteiligt. So greifen einige Dienstleistungsbereiche wie Kreditinstitute und Versicherungen, die Bereiche Bildung, Wissenschaft, Kultur, das Verlagsgewerbe oder das Beratungswesen auf Produkte aus traditionell emissionsintensiver Herstellung zurück, v.a. aus der Papierindustrie . Zudem fördern sie mit dem verstärkten Einsatz der modernen Informationstechnik die Computerindustrie, deren Produktion zwar gemessen etwa an anderen Industriezweigen als "sauber" gilt, die jedoch z.B. für die Produktion von Chips auch Stoffe mit einem relativ hohen Umweltgefährdungspotential einsetzt (Elektronikindustrie).
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Stand: 2. Juli 2004
Erstellt: 9. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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