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Umweltlexikon-online.de: Brandschutz


Aufsehenerregende Gebäude- sowie Tunnelbrände in den Alpen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Wie aktuell am 25. Oktober 2001 im Schweizer Gotthard-Straßentunnel, bei dem zwei Lastwagen kollidierten, in Flammen aufgingen und mindestens zehn Menschen starben.

Die Frage des vorbeugenden und aktiven B. ist von großer Bedeutung, will man gesundheitliche Gefahren im Brandfall und bei dessen Bekämpfung wirksam eingrenzen. Ein Brandschutzkonzept beinhaltet daher eine Vielzahl von Maßnahmen um eine erfolgreiche Brandbekämpfung der Feuerwehr im Brandfall zu gewährleisten.

{b1l}Bei Bränden in Tunneln gehen die Risiken v.a. von gefährlichen Ladungen ( Chemikalien , Kunststoffe , brennbare Abfälle, Gefahrstoffe usw.) und den Fahrzeugen (Motorbrand, Fehlzündungen, glühende Bremsen usw.)aus. Neben zusätzlichen Brandschutzeinrichtungen sind daher verstärkte Fahrzeug- und Ladungskontrollen erforderlich.

Viele Straßentunnel wurden vor 20, 30 oder mehr Jahren gebaut und entsprechen nach Meinung von Verkehrsexperten längst nicht mehr den heute geltenden Sicherheitsanforderungen. Häufig ist kaum in den Brandschutz investiert worden und dies, obwohl sich die Verkehrsdichte vervielfachte. In den Alpen gibt es auf Jahre hinaus noch viele Tunnel ohne Rettungsstollen und damit ein hohes Risiko. Bei einem Tunnelbrand haben die Betroffenen nur eine gute Chance, wenn es einen Rettungsstollen oder eine zweite Röhre gibt

Ziel muss es sein, eine verbesserte Ausstattung der Tunnel hinsichtlich feuer- und rauchsicherer Fluchtwege und brandschutztechnischer Ausstattung zu erreichen: Sicherheitslösungen wie Entrauchungssysteme, Löschroboter, Impulstechnologien zur massiven Temperatur -Reduzierung und Rauchbindung, stationäre Löschanlagen, Hochdruck-Wassernebel-Löschtechnik und Brandmeldesysteme mit Lichtwellenleiter-Technologie.

In Gebäuden gehen Gefahren einerseits von übertriebenem B. (z.B. Asbest ), andererseits von einer lückenhafte Umsetzung der B.-Planung aus. Daher gilt es, insbesondere Kunststoffe bei der Wärmedämmung und Dekoration und die Lagerung von Gefahrstoffen zu meiden und Holz nur mit klassischen B.-Mitteln zu schützen (z.B. 20 Teile Wasser , 3 Teile Borax und 2,25 Teile Bittersalz). Papier , Pappe und Stroh werden durch Zugabe von Wasserglas normalentflammbar (Baustoffklassse B2) gemacht.

Die Regelungen des vorbeugenden baulichen B. finden sich in den Landesbauordnungen und deren Durchführungsbestimmungen sowie in der DIN 4102, die u.a. den Brennbarkeitsgrad der Baustoffe nach Baustoffklassen unterteilt (Baustoffklasse A: nichtbrennbare Baustoffe , B1: schwerentflammbar, B2: normalentflammbar, B3: leichtentflammbar). Es wird festgesetzt, ob und für welches Bauteil die Baustoffe der einzelnen Klassen eingesetzt werden dürfen.

Übersicht über B.-Klassen von Baustoffen vgl. auch Stichworte k-Wert und Flammschutzmittel .

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Stand: 13. Februar 2012
Erstellt: 13. Februar 2012

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in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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