Startseite
|
Rubrik: Radioaktivitaet
| Stichwort: Strahlendosis
Umweltlexikon-online.de: Strahlendosis

Die Strahlendosis gibt im Zusammenhang mit Radioaktivität bzw. ionisierender Strahlung die Strahlungsmenge an, die von einem bestrahlten Körper aufgenommen wurde. Man unterscheidet:
Die I. gibt die durch ionisierende Strahlung erzeugte elektrische Ladung der Ionen eines Vorzeichens pro Masse durchstrahlter Luft an (Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten).
Ionendosis
,
Die E. gibt die Energiemenge einer ionisierenden Strahlung an, die ein durchstrahlter Körper bezogen auf seine Masse aufnimmt
Energiedosis
und
Äquivalentdosis. Für den Menschen ist insb. die
Äquivalentdosis und die daraus abgeleitete
Die K. wird verwandt, um die Gesamtstrahlenbelastung von Bevölkerungsgruppen (Kollektiv) anzugeben.
Kollektivdosis
in Zusammenhang mit
Der Mensch ist von jeher dem Einfluss ionisierender Strahlung (Radioaktivität) ausgesetzt.
Strahlenbelastung
und Strahlenschäden von Bedeutung. Die Strahlendosis, die vom menschlichen Körper insgesamt aufgenommen wird, heißt Ganzkörperdosis, bei einzelnen Organen spricht man von
Eine O. ist die Strahlendosis, die ein bestimmtes Organ, z.B. die Schilddrüse, aufgenommen hat.
Organdosis
und speziell im Fall von Eierstöcken oder Hoden von Keimdrüsendosis. Die nach den jüngsten Empfehlungen der internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP 1991) entscheidende Größe für
Der Strahlenschutz regelt den Umgang und die Lagerung radioaktiver Stoffe und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung zum Schutz von Einzelpersonen (somatische Strahlenschäden), deren Nachkommen (genetische Strahlenschäden) und der Bevölkerung insgesamt (Kollektivdosis).
Strahlenschutz
und Strahlenschäden ist die
siehe Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten
effektive Dosis
.
Die
siehe Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten
effektive Dosis
berechnet sich als Summe aller
Organdosen, wobei diese nach Strahlungsempfindlichkeit der betreffenden Organe mit Wichtungsfaktoren multipliziert werden. Als besonders strahlungsempfindliche Organe gelten nach ICRP 1991 die Keimdrüsen (Wichtungsfaktor 0,20), rotes Knochenmark, Lunge, Magen und Darm (jeweils Wichtungsfaktor 0,12). Bei einer gleichförmigen Exposition des ganzen Körpers ist die
siehe Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten
effektive Dosis
gleich der Ganzkörperdosis. Auf der einen Seite ist die
siehe Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten
effektive Dosis
ein Konzept, das es relativ einfach macht, von der Exposition einzelner Organe auf das Gesamtrisiko für den Menschen zu schließen. Auf der anderen Seite weisen Kritiker darauf hin, daß aus diesem Konzept abgeleitete
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen.
Grenzwerte
z.T. höhere Organbelastungen zulassen als das frühere Konzept der
Organdosen.
Maximal zulässige Strahlendosis. (Ganzkörper-, Organ- und effektive Dosen) durch z.B. den Betrieb von Kernkraftwerken sind in der
Die 1976 verabschiedete, 1989 novellierte Strahlenschutzverordnung legt die maximal zugelassenen Strahlenbelastungen durch künstliche Strahlenquellen für beruflich Strahlenexponierte und die Bevölkerung fest.
Strahlenschutzverordnung
festgelegt.
15079 Aufrufe seit August 2009
Stand: 23. März 2011
Erstellt: 6. Mai 2001