Schneller Brüter
Der S. ist ein Kernreaktortyp (
K. sind Kraftwerke, die die zur Stromerzeugung notwendige Wärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, sondern durch Kernspaltung gewinnen.
Kernkraftwerk
) zur Stromerzeugung und Plutoniumgewinnung, der als
siehe Kernspaltung.
Spaltstoff
(
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
)
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.
Plutonium
verwendet, das mit schnellen Neutronen gespalten wird.
Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).
Uran
-238 dient als Brutstoff. Im Brutmantel, der den Reaktorkern (
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen.
Kernreaktor
) umgibt, entsteht aus
Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).
Uran
238 durch Neutroneneinfang Plutonium 239 (Brutvorgang) Der S. kann so mehr Plutonium erzeugen, als er verbraucht, wodurch die begrenzten Uranreserven um den Faktor 60 gestreckt werden sollen (
Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen und Uran, aus denen heute ca. 90% des Weltprimärenergiebedarfs (Energie) gedeckt wird, bezeichnet man als E..
Energiereserven
).
Da Plutonium in der Natur nicht vorkommt, muss die Erstfüllung durch Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente von Leichtwasserreaktoren (
K. sind Kraftwerke, die die zur Stromerzeugung notwendige Wärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, sondern durch Kernspaltung gewinnen.
Kernkraftwerk
) gewonnen werden. Als Kühlmittel wird wegen guter Wärmeabfuhr und Nichtabbremsen der Neutronen
(englisch und französisch: sodium) Chemisches Element der I. Hauptgruppe, Symbol Na, Ordnungszahl 11, Schmelzpunkt 97,8 Grad C, Siedepunkt 882,9 Grad C, Dichte 0,97 g/cm3. Leichtmetall, das an feuchter Luft sofort oxidiert.
Natrium
verwand. Der S. besitzt keinen Moderator (
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen.
Kernreaktor
).
Die
In der W.-Anlage werden abgebrannte Brennelemente von Kernkraftwerken mechanisch zerkleinert und in Salpetersäure aufgelöst, um dann durch chemische Prozesse das im Kernkraftwerk entstandene Plutonium und das noch verwertbare Uran vom übrigen Atommüll abzutrennen (Brennstoffkreislauf).
Wiederaufarbeitung
von S.-Brennelementen verlangt spezielle Anlagen. Wegen der größeren Störfallgefahr ist der
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen.
Kernreaktor
von einem doppelten Sicherheitsbehälter umgeben, und ein Core-Catcher soll beim größten Störfall den geschmolzenen Reaktorkern aufnehmen, kühlen und eine Plutoniumkettenreaktion (
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
) verhindern.
Umweltbelastung: Im Normalbetrieb werden, verglichen mit Leichtwasserreaktoren (LWR), höhere Emissionen radioaktiver Edelgase (Krypton, Xenon, Argon) und geringere an radioaktivem
Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol I, Ordnungszahl 53, Schmelzpunkt 113,5 Grad C, Siedepunkt 184,5 Grad C, Dichte 4,93 g/cm3.
Iod
erwartet. Die größte Gefahr geht von Stör- und Unfällen aus. Prinzipiell gilt der S. als gefährlichster Kernreaktortyp, was Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Unfällen angeht. Ob dieses Gefahrenpotential durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen kompensiert werden kann, ist umstritten.
Sicherheitstechnische Besonderheiten des S.:- Das Kühlmittel
(englisch und französisch: sodium) Chemisches Element der I. Hauptgruppe, Symbol Na, Ordnungszahl 11, Schmelzpunkt 97,8 Grad C, Siedepunkt 882,9 Grad C, Dichte 0,97 g/cm3. Leichtmetall, das an feuchter Luft sofort oxidiert.
Natrium
stellt eine besondere Gefahr als Störfallauslöser dar, da es mit
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
und
Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.
Luft
heftig reagiert.
- Bei einem Störfall mit Kühlmittelverlust zeigt der S. im Gegensatz zum LWR keine Selbststabilisierung, vielmehr steigt seine Leistung sogar an. Es bleibt erheblich weniger Zeit, um den Reaktor mittels Schnellabschaltung abzuschalten.
- Wegen der hohen Plutoniumkonzentration kann es beim S. im Gegensatz zum LWR zu einer begrenzten nuklearen Explosion (atombombenähnlich) kommen. Ob der Reaktordruckbehälter dem standhält, ist umstritten.
- Der größtmögliche Störfall (Bethe-Tait-Störfall, vgl.
Größter Unfall in einer kerntechnischen Anlage (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitungsanlage), der von den Sicherheitssystemen nicht mehr beherrschbar ist.
Super-Gau
) tritt ein, wenn die Kühlung ausfällt und die Reaktorschnellabschaltungen versagen. Folge: Leistungs- und Temperaturanstieg, Schmelzen der Brennelemente (30 % aus
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.
Plutonium
). Dabei kann es mehrfach zur Bildung einer kritischen Masse (
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
), nuklearen Explosionen mit evtl. Bersten des Reaktordruckbehälters und Freisetzung extrem großer Mengen Radioaktivität kommen.
Folgen eines solchen schweren Unfalls, der sich alle ca. 100000 Reaktorjahre ereignen kann, berechnet für den S. in Kalkar: 1.400 Soforttote, 52000 bis 2,7 Million Folgetote; etwa eine Million Menschen müssen umgesiedelt werden, auf einer Fläche von 260 km mal 260 km ist Jahrhunderte lang keine
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Landwirtschaft
mehr möglich, eine Fläche von 90 km mal 90 km muss oberflächlich abgetragen werden.
Die Auswirkungen liegen um das 2 bis 5 Fache höher als beim
Größter Unfall in einer kerntechnischen Anlage (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitungsanlage), der von den Sicherheitssystemen nicht mehr beherrschbar ist.
Super-Gau
eines LWR. Weitere Gefahr: Mit dem Betrieb von S: gelangen große Mengen des hochgiftigen Plutoniums in Umlauf. Das erbrütete
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.
Plutonium
ist wegen seiner Reinheit waffentauglich.
In Frankreich und anderen Staaten wurde es zum Atomwaffenbau verwandt.
1973 wurde mit dem Bau der S. in Kalkar begonnen, Kenndaten: Elektrische Leistung 295 MW, Reaktorkern konzipiert für 850 kg
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.
Plutonium
. 1986 erklärte der Hersteller Interatom den S. für betriebsbereit. Das Land NRW erteilte jedoch keine Genehmigung zur Einlagerung der Brennelemente. 1991, noch bevor der S. jemals am Netz war, verkündete das BMFT das endgültige Aus für den S.. Die Baukosten beliefen sich, ohne Forschungsgelder, auf 7,5 Mrd DM.
In Frankreich ist der Vorzeige-S. Superphenix seit 1990 wegen diverser Pannen stillgelegt. Frankreich hat nach den Erfahrungen mit dem Superphenix von der ursprünglich geplanten Serienfertigung großer S. Abstand genommen. Die USA haben bereits unter Carter die S.-Entwicklung eingestellt. Weltweit konnte der S. nicht zu einer kommerziellen Reife gebracht werden. Ohne S. stellen aber auch konventionelle Kernkraftwerke aufgrund der begrenzten Uranvorräte keine langfristige Option dar (
Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen und Uran, aus denen heute ca. 90% des Weltprimärenergiebedarfs (Energie) gedeckt wird, bezeichnet man als E..
Energiereserven
).
Alternativen:
R. sind Energiequellen, die durch natürliche Energiespender ständig erneuert werden und somit unerschöpflich sind.
regenerative Energiequellen
.
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Wie beeinflusst die schwankende Sonnenstrahlung unser Klima?
München, 11.10.2007: Sonnenstrahlen - viele genießen sie gerade jetzt noch im goldenen Oktober. Für die einen Anlass zu guter Laune, sind die Strahlen für Wissenschaftler ein Quell zahlreicher Fragen: Wie beeinflusst die Strahlung der Sonne unser Klima, wie das Wetter im erdnahen Weltraum? Welchen Anteil am Klimawandel hat die natürlich schwankende Energieproduktion der Sonne, welchen der Mensch? Beeinträchtigt sie die Datenübermittlung ... |
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Bestrahlungsstärke in Sonnenstudios reduzieren!
Bonn, 22.09.2007: Die Deutschen sind Europameister bei der künstlichen Besonnung. Rund 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger nutzen Solarien. Doch die Bestrahlungsstärke in deutschen Sonnenstudios ist zu hoch. Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, kündigte daher am 21. September 2007 ein gesetzliches Nutzungsverbot von Sonnenstudios für Kinder und Jugendliche an und forderte die Betreiber von Sonnenstudios auf, ... |
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Strahlungsarme Handys
Berlin, 30.08.2007: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert alle Handyhersteller auf, strahlungsarme Handys mit dem Umweltzeichen zu kennzeichnen. Erstmals wurde heute ein Handy der Firma Kandy Mobile mit dem 'Blauen Engel' ausgezeichnet. "Es ist eine Schande, dass es fünf Jahre dauern musste, bis ein erster Handyhersteller den Blauen Engel beantragt hat", sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen. |
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UV-Strahlung – ein Dauerbrenner!
Bonn, 24.06.2007: Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt in Deutschland jährlich um sieben Prozent. Ursache hierfür ist unser Freizeitverhalten: Sonnenurlaube rund ums Jahr, häufige Sonnenbäder und Solarienbesuche. In der aktuellen Ausgabe ihres Magazins berichtet die Deutsche Krebshilfe über ihre diesjährige Aufklärungskampagne, mit der sie insbesondere Jugendliche über die Gefahren von UV-Strahlen aufklärt. Dabei ... |
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Strahlung und die Wirkung auf Menschen
Berlin, 20.06.2007: Strahlen wirken möglicherweise stärker auf Menschen ein als bisher angenommen. Auf einer Konferenz über neue Erkenntnisse zur Wirkung ionisierender Strahlung in Berlin hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die schnelle Umsetzung des neuen Wissens in das Strahlenschutzrecht und den praktischen Vollzug gefordert. |
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