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Umweltlexikon-online.de: Radonkuren


Anwendung von Radon zu therapeutischen Zwecken. Heilanzeigen von R. sind z.B. rheumatische Erkrankungen, Gelenk und Wirbelsäulenerkrankungen und Arthrosen.
Da es sich bei Radon um ein radioaktives Gas (Radioaktivität) handelt, entsteht während einer R. eine zusätzliche Strahlenbelastung und ein damit verbundenes erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Bei einem viermaligen Besuch einer R. entspricht dies, auf die Lebenszeit umgerechnet, im Durchschnitt einer Verdopplung der Strahlendosis durch Radon ( Radon ). Die tatsächliche Dosis, die man während einer R. erhält, kann allerdings stark schwanken und hängt von vielen Faktoren ab. Eine relativ kleine Belastung entsteht beim Verabreichen von Radon , welches von Schwebeteilchen (und somit auch von den besonders kritischen Zerfallsprodukten) gereinigt wurde, an Inhalationsplätzen in einem Kurhaus. Höhere Belastungen entstehen beim direkten Einfahren in Stollen mit radonhaltiger Luft . Schwebeteilchen, an denen sich die Zerfallsprodukte des Radons anlagern, werden mit der Luft eingeatmet und können sich in der Lunge festsetzen.
Da bislang eindeutig keine besseren Heilerfolge von R. im Vergleich zu Kuren ohne Radonanwendung nachgewiesen werden konnten, ist von R. abzuraten.


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Stand: 24. Februar 2012
Erstellt: 13. Mai 2001
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