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Umweltlexikon-online.de: Kosmische Strahlung


(auch: Höhenstrahlung) K. besteht aus energiereichen Teilchen, die aus dem Weltall stammen.
Bei den Teilchen der Primärstrahlung handelt es sich um Protonen (93%) und Heliumkerne ( Alphastrahlung ). Durch Wechselwirkung mit der Atmosphäre wandelt sich die K. in Sekundärstrahlung um, die aus Protonen, Neutronen, Elektronen, Mesonen, Neutrinos und elektromagnetischer Strahlung ( Gammastrahlung ) besteht. Die Neutronen der Sekundärstrahlung erzeugen in zwei verschiedenen Reaktionen mit atmosphärischem Stickstoff radioaktiven Kohlenstoff ( C-14 ) bzw. Tritium .
Die K. bzw. die von ihr erzeugte Sekundärstrahlung trägt in Deutschland mit durchschnittlich 0,3 mSv zur natürlichen Strahlenbelastung bei. In Häusern ist der Anteil der K. an der Strahlenbelastung geringer ( Abschirmung ), was aber durch zusätzliche Strahlenbelastung von Radon und radioaktive Baustoffe mehr als kompensiert wird.
Wegen der abschirmenden Wirkung der Lufthülle nimmt die Intensität der K. mit zunehmender Höhe zu. Drastisch macht sich dies im Flugverkehr bemerkbar. Eine Studie der GFS in Neuherberg kam zu dem Ergebnis, daß das Flugpersonal bei 500 Stunden Flug und einer Durchschnittsflughöhe von 10.000 m einer durchschnittlichen zusätzlichen Strahlenbelastung von 2,5 mSv ausgesetzt ist. Ein von der Pilotenvereinigung Cockpit bei der Universität Bremen angefordertes Gutachten kommt dagegen zu einem Ergebnis von 5 mSv bis 10 mSv im Jahr (dazu im Vergleich: die maximal zulässige Belastung der Bevölkerung durch kerntechnische Anlagen beträgt 2 mal 0,7 mSv/Jahr). In Zeiten verstärkter Sonnenfleckenhäufigkeit und üblichen Flughöhen von ca. 13.000 m können die Dosen sogar bis auf 15 mSv pro Stunde (!) ansteigen. In den Concorde-Überschallflugzeugen mit Flughöhen von 19.000 m wurden Detektoren installiert, die den Piloten ab einer Dosisleistung von 0,5 mSv/Stunde veranlassen sollen, eine niedrigere Flughöhe zu wählen. Eine typische Strahlenbelastung für einen Flug London-Los Angeles liegt bei rund 0,01 mSv. Schwangere und Säuglinge sollten auf jeden Fall auf längere Flüge verzichten.

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Stand: 2. Juli 2004
Erstellt: 19. Mai 2001
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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