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Rubrik: Radioaktivitaet
| Stichwort: Atomwaffen
Umweltlexikon-online.de: Atomwaffen
Waffen, die durch
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
(
Chemisches Element, Symbol U, Ordnungszahl 92, Schmelzpunkt 1.132 Grad C, Siedepunkt 3.818 Grad C, Dichte 19,2 g/cm3, Schwermetall, dessen Verbindungen sehr giftig sind (MAK-Wert 0,25 mg/m3).
Uran
,
Chemisches Element, Symbol Pu, Ordnungszahl 94, es existieren Isotope von Pu 232 bis Pu 247, Schmelzpunkt 640 Grad C, Siedepunkt 3.327 Grad C, Dichte 19,8 g/cm3, silberweißes Metall.
Plutonium
) oder durch
Die Fusion oder Verschmelzung leichter Atomkerne setzt wie die Kernspaltung schwerer Atomkerne große Mengen Energie frei.
Kernfusion
(Wasserstoffbombe,
siehe Atomwaffen
Neutronenbombe
N. besteht aus schnell fliegenden Neutronen, die bei der Kernspaltung, Kernfusion und selten auch beim radioaktiven Zerfall (Radioaktivität) freigesetzt werden.
Neutronenstrahlung
)
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.
Energie
in Form von Hitze, Druckwellen und ionisierender
Strahlung ist Energie, die in Form von Wellen bzw. Teilchen ausgesandt wird. Als Strahlung bezeichnet man die elektromagnetische Strahlung dazu gehören Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, Licht, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, und die beim radioaktiven Zerfall entstehende Teilchenstrahlung, wozu Alphastrahlung, Betastrahlung und Neutronenstrahlung gerechnet werden (ionisierende Strahlung).
Strahlung
freisetzen (Akute Strahlenschäden). Kernspaltungs-A. erzeugen durch langlebige Spaltprodukte (
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.
Kernspaltung
) langanhaltende radioaktive Verseuchungen (Radioaktivität,
Man unterscheidet die physikalische und die biologische Halbwertszeit und die aus beiden abgeleitete effektive Halbwertszeit.
Halbwertszeit
,
(radioaktiver Stoffe in Organismen) Erhöhung der Konzentration von Stoffen in biologischen Systemen.
Anreicherung
).
Weitere Folgen:
Verdunklung der Atmosphäre durch Atomwaffen-Explosionen.
Nuklearer Winter
,
Bei Atomwaffenexplosionen und schweren Kernkraftunfällen (GAU) gelangen radioaktive Substanzen (Radioaktivität) in die Atmosphäre und fallen in Form fester Stoffe oder Niederschlag als Fallout auf die Erde zurück.
Fallout
,
Zwischen 1945 und 1991 wurden von den fünf Nuklearmächten USA, UdSSR, Frankreich, England und China über 1.900 A. durchgeführt.
Atomwaffentests
,
Kohlenstoff-14 ist das wichtigste radioaktive Isotop des Kohlenstoffs und ein Radionuklid, welches natürlichen und künstlichen Ursprung hat.
C-14
,
(H-3,T), radioaktives Isotop des Wasserstoffs, auch überschwerer Wasserstoff genannt, welches aus einem Proton und zwei Neutronen besteht.
Tritium
.
Die Herstellung von A. ist technisch eng verknüpft mit der friedlichen Nutzung der
siehe Kernspaltung, Kernfusion, Kernkraftwerk
Kernenergie
(
In der Wiederaufarbeitungs-Anlage werden abgebrannte Brennelemente von Kernkraftwerken mechanisch zerkleinert und in Salpetersäure aufgelöst, um dann durch chemische Prozesse das im Kernkraftwerk entstandene Plutonium und das noch verwertbare Uran vom übrigen Atommüll abzutrennen (Brennstoffkreislauf).
Wiederaufarbeitung
).
Der A.-Sperrvertrag verpflichtet seine Mitglieder auf die friedliche Nutzung der
siehe Kernspaltung, Kernfusion, Kernkraftwerk
Kernenergie
und die Nichtverbreitung von A.-Technologie. Bis 1991 haben 142 Staaten den A.-Sperrvertrag unterzeichnet. Welche Maßnahmen zur Nichtverbreitung von A. erforderlich sind, ist bis heute strittig. Neben den bekannten Nuklearmächten USA, GUS, Frankreich, Großbritannien, China und Indien werden A. noch bei einer Reihe weiterer Länder vermutet.
Die einzig bislang militärisch eingesetzten A. wurden 1945 von der US-Luftwaffe auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Laut Berechnungen der Internationalen Vereinigung "Ärzte gegen Atomkrieg" kamen durch diese beide Abwürfe etwa 300.000 Menschen ums Leben. Die meisten davon nicht unmittelbar durch den Abwurf (
akute Strahlenschäden), sondern erst Jahrzehnte später infolge von Spätschäden (somatische Strahlenschäden).
In der UdSSR wurden A. auch im zivilen Bereich wie z.B. beim Tunnelbau eingesetzt.
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Stand: 10. Februar 2012
Erstellt: 10. Februar 2012
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