Die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes durch Fischfang gehört inzwischen weltweit zur Tagesordnung. Fast überall werden mehr Fische gefangen, als durch natürliche Vermehrung nachwachsen. Maßnahmen gegen die Überfischung sind internationale Überfischungsabkommen oder die Einrichtung von
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
-Schutzzonen, mit denen der freie und ungehinderte Fischfang zeitlich begrenzt oder dauerhaft eingeschränkt wird oder durch die Höchstmengen festgeschrieben werden.
Überfischung lässt auf sozialen Druck, aber auf das Gewinnstreben der Großfangflotten zurück führen. Ein so genanntes "Leerfischen" der Meere ist nicht möglich, denn wenn eine Fischart stark vom Aussterben bedroht ist, spezialisieren sich die Fischfangflotten auf andere Fischarten, da sie hier höhere Erträge erzielen, als bei den vom Aussterben bedrohten. Allerdings kann durch die Dezimierung bestimmter Fischarten die gesamte
Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).
Nahrungskette
betroffen sein, so dass indirekt andere Tierarten bedroht sind.
Pro Kopf verzehrt jeder Bundesbürger rund 13 Kilogramm Fisch im Jahr. Das ist viel mehr, als unsere eigenen Küsten- und Binnengewässer hergeben. Die eigenen Fischressourcen sind im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße zu klein auch wegen starker Überfischung. 1972 wurden in der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen
Nordsee
laut Bundesforschungsanstalt für
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
350.000 Tonnen Kabeljau gefischt, 2000 waren es nur noch 100.000 Tonnen.
Die EU bestimmt mittlerweile
Fangquoten, Maschengrößen der Netze, Art der Fanggeräte und zahlt so genannte Stilllegungsprämien. Doch beim jährlichen Treffen der Fischereiminister folgt man noch immer nicht konsequent den wissenschaftlichen Empfehlungen zur Reduzierung der Fangquoten. Kurzfristige Fischereiinteressen stehen nach wie vor im Mittelpunkt. Von einer deutlichen Erholung der Bestände ist darum bislang nichts zu merken.
Von manchen
Fischarten, wie dem Rotbarsch zum Beispiel, der in bis zu 1.000 Meter Tiefe gefangen wird, ist die Populationsdynamik sogar noch weitgehend unerforscht. Ein Minimalbestand der das Überleben dieser Art sichern würde, ist nicht bekannt. Trotzdem wird rücksichtslos in großem Stil Jagd auf diesen Fisch gemacht.
Immer mehr Fischbestände stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Die Welternährungsorganisation schätzt, dass rund 75 Prozent der heute verkauften Fischarten überfischt sind oder am Rande der Überfischung stehen. Besonders kritisch ist die Situation in den europäischen Gewässern. Im nord-östlichen Atlantik sind zwei Drittel der wichtigsten Speisefischartbestände akut bedroht.
Trotz immer effizienterer Fangtechniken, landen immer weniger Fische in den Netzen der Fischer. Hochgerüstete Fangflotten machen Jagd auf immer weniger Fisch: Seit 1970 hat sich die weltweite Kapazität der Fischereiflotte verdoppelt.
Obwohl von den 3,5 Millionen weltweit eingesetzten Fischereischiffen nur etwa ein Prozent industrielle Schiffe sind, schöpfen diese 50 bis 60 Prozent der Bestände ab. Nach offiziellen Berechnungen hat die europäische Fischereiflotte eine Überkapazität von mehr als 40 Prozent. Damit sich die übernutzten Fischbestände erholen können, müsste die Hälfte der 100.000 Fischereischiffe stillgelegt werden. Zwar investierten die EU-Länder von 1994 bis 1999 fast 900 Millionen Euro in den
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.
Abbau
von Überkapazitäten. Gleichzeitig floss ebenso viel Geld in die Modernisierung von Schiffen und Hafenanlagen.
Weltweit wird nach der Maxime gefischt: Wer zuerst kommt, fischt zuerst - und wer nicht zugreift, überlässt die Chance dem Nächsten. In vielen Staaten existieren keine Fischereimanagement-Pläne, und dort, wo es sie gibt, mangelt es häufig an Kontrolle und Durchsetzung. Obwohl der Nordost-Atlantik und die
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen
Nordsee
weltweit die längste Tradition in Fischereimanagement und -forschung haben, wird vorhandenes Wissen von den zuständigen EU-Politikern nicht aufgegriffen.
Regelmäßig legt etwa der Internationale Meeresrat Berichte zur Lage der Fischbestände vor. Doch EU-Beschlüsse zur Reduzierung der Fangmengen liegen meist weit unter den Empfehlungen des Rates.
Verschärft wird die Krise durch den enormen Beifang in der
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
. Rund 30 Millionen Tonnen Meerestiere werden weltweit jedes Jahr über Bord geworfen. Dies ist nicht nur eine ökologische Katastrophe - auch die wirtschaftlichen Schäden sind enorm.
Zusätzlich wird die Überfischung durch hohe Subventionen gefördert: Die jährliche Weltfischfangmenge hat einen Wert von etwa 70 Milliarden US-Dollar. Aber es werden ca. 15 Milliarden US-Dollar für die Unterstützung der
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
ausgegeben.
Was wird gefangen?80 Prozent des angelandeten Fisches stammen von nur 200 Beständen. Von Bestand spricht man, wenn es um die regionale Verbreitung von einer bestimmten Fischart geht. Vom Hering existieren beispielsweise allein im Nordatlantik mindestens 14 verschiedene Bestände.
Fischarten gibt es weltweit rund 25.000. Nach Menge ist die weltweit bedeutendste Fischart die Anchoveta, die Peruanische Sardelle, die fast ausschließlich zu Fischmehl verarbeitet wird. Zweitwichtigste Fischart ist der Alaska-Seelachs, der bei uns vor allem als Fischstäbchen, Schlemmerfilet oder Quadratfisch auf den Markt kommt. An dritter Stelle stehen die Heringe, die vor allem aus dem Nordatlantik stammen.
Seit 2002 gilt eine neue EU-
siehe Rechtsverordnung.
Verordnung
zur besseren Kennzeichnung von
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
-Erzeugnissen, einschließlich
Durch eine bösartige Geschwulst verursachte lebensbedrohliche Erkrankung, wobei die Geschwulst in gesundes Organgewebe hineinwächst, bis schließlich das gesamte Organ durch Tumor-Gewebe zerstört ist.
Krebs
- und Weichtieren. Sie besagt, dass frische, gefrorene und getrocknete Fischereiprodukte nur verkauft werden dürfen, wenn sie mit
- Handelsbezeichnung (Art)
- Produktionsmethode (Meere-,
siehe: Fischerei
Binnenfischerei
oder Aquakultur/Zucht)
- Fanggebiet (z.B. Nordostatlantik,
Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen.
Ostsee
) oder Aufzuchtsgebiet (z.B. Norwegen)
gekennzeichnet sind.
Verarbeitungsprodukte wie Fischstäbchen und Fisch-
Konserven sind sterilisierte,verpackte Lebensmittel, die über mehrere Jahre haltbar sind.
Konserven
sind von der Regelung nicht betroffen. Zudem ist die Kennzeichnung aus ökologischer Sicht unzureichend, da sie nichts über die Situation der jeweiligen Bestände und über die Fangmethoden aussagt.
Die Ozeane sind leergefischt.
Obwohl zahlreiche Fischbestände bereits vor dem Zusammenbruch stehen, durchkämmen hochtechnisierte Industriefangflotten weiterhin die Weltmeere. Mit immer effektiveren Fangmethoden werden die letzten Speisefische eingesammelt. Doch die angewandten Techniken fordern einen hohen Tribut: Mehr als 30 Millionen Tonnen unerwünschter Beifang, darunter Jungfische, Vögel, Wale und Haie, sterben jährlich in den Netzen. So ist der Kabeljaubestand in der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen
Nordsee
zusammengebrochen und auch Scholle und Seezunge sind weitestgehend ausgebeutet. Zu den ungewünschten Meerestieren zählen Fische, Seesterne, Muscheln und Krebse, aber auch Wale, Seevögel und Haie. Diese werden tot oder sterbend über Bord (Beifang) gekippt.
Nur die gewünschte Fischart alleine aus dem
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
zu holen, ist praktisch unmöglich. Fische schwimmen nun einmal mit anderen Artgenossen zusammen im Meer, und auch im Schwarm selbst haben nicht alle eine Standardgröße. Nur bei Schwarmfischen wie dem Hering, der Sardine, der Makrele und der Sardelle ist mit dem Netz relativ selektives Fischen möglich, die Beifangraten liegen bei diesen Fischarten nur zwischen 3 und 10 Prozent. Bei Garnelen und Plattfischen beispielsweise liegen sie jedoch zwischen 40 und 80 Prozent.
Jedes Jahr werden auf den Meeren bis zu 39 Millionen Tonnen sinnlos getöteter Beifang auf Fischereischiffen wieder über Bord geworfen. Unter Beifang versteht man unerwünschte oder zu kleine Fische, sowie Schildkröten, Haie, Seevögel, Robben, Wale und Delphine, die in den Netzen qualvoll verenden und ungenutzt wieder über Bord geworfen werden. Nur sehr wenige Tiere überleben den Rückwurf ins
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.
Wasser
. Der größte Teil des Beifanges kommt aus der industriellen
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
, da traditionelle Fischerboote im Gegensatz zu diesen Monsterschiffen mit ungewollter Beute viel besser umgehen d.h. diese auch nutzen können. Oft ist das Verhältnis zwischen erwünschtem Fisch und Beifang geradezu absurd:
Für 1 Tonne Seezunge werden etwa 11 Tonnen Beifang getötet oder für 1 Tonne Shrimp sogar bis zu 15 Tonnen.
Ein Grund für die problematischen Beifänge von Fischarten ist die Quotenvergabe. Fangquoten sind eigentlich sinnvolle Maßnahmen zur Begrenzung der
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
. In der Praxis führen sie dazu, dass die Fischer nur solche Arten an Bord behalten, für die sie eine Quote besitzen und die aufgrund Größe und Gewicht einen guten Gewinn versprechen. Kleine Fische und andere Arten sterben als ungewünschter Beifang.
Ein weiterer Grund ist die optimale Nutzung der Laderäume. Diese werden mit der wirtschaftlich ertragreichsten Ware gefüllt. Selbst wenn dem Garnelenfischer edle Schollen in die Netze gehen, wirft er sie weg, da Krabben mehr Gewinn versprechen. Allein den europäischen Garnelenfischern gehen jedes Jahr junge Schollen im Wert von 18 Millionen Euro in die Netze. Die Fische werden nicht verwertet, sondern tot über Bord gekippt.
In der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen
Nordsee
werfen Fischer ein Viertel der Fänge wieder über Bord - darunter häufig wertvolle Speisefische. So wird etwa jeder zweite Wittling und Schellfisch aufgrund seiner Größe oder einer bereits erfüllten Quote wieder tot ins Meer zurückgeworfen.
Haie, Wale und Delfine
Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation sterben jährlich 100 Millionen Haie durch die Fischindustrie. 700.000 Haie werden allein durch Langleinenfischer im Pazifik getötet, 80.000 Blauhaie durch die französische Treibnetzflotte im Nordostatlantik. Da sich Haie langsam vermehren, aber hemmungslos gejagt werden, sind von 100 befischten Haiarten bereits 11 vom Aussterben bedroht, mindestens 70 weitere gelten als gefährdet.
Auf den Weltmeeren sterben jährlich mehr als 350.000 Wale und Delfine als Beifang in der
Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l
Fischerei
. Die Dunkelziffer liegt bei einer Million. Im tropischen Ostpazifik verenden jährlich Tausende Delfine durch die Ringwadenfischerei auf
Der Thunfisch ist das größte Mitglied der Makrelenfamilie, ist ein langer, spindelförmiger Raubfisch und ein sehr beliebter Speisefisch.
Thunfisch
. An der französischen und englischen Küste werden jedes Frühjahr Hunderte toter Delfine angeschwemmt. Sie sind Opfer der Schleppnetze auf europäischen Fischtrawlern. In Nord- und
Die O., eines der am stärksten verschmutzten Meere der Welt, wird von den Anrainerstaaten Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland und Dänemark fast vollständig umschlossen.
Ostsee
müssen jährlich Tausende der nur 1,50 Meter großen Schweinswale als Beifang in Treib- und Stellnetze qualvoll ertrinken. Allein in der
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen
Nordsee
sterben so jedes Jahr 7000 Schweinswale.