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Umweltlexikon

Film über tierschutzgerechtes Management


Erstmals wollen Vertreter von Kommission, Parlament und Rat der EU den illegalen Import von Hölzern und Holzprodukten europaweit regeln.


Nie zuvor hat sich das Leben auf unserem Planeten so rasch verändert, wie in den vergangenen hundert Jahren. Immer mehr Lebensräume werden unbewohnbar, Tier- und Pflanzenarten sterben in geradezu unheimlichem Tempo aus.


Der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) wird im nächsten Jahr in Deutschland tagen.


Rund 20.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene fordern zusammen mit dem WWF die deutschen Kinderbuchverlage auf, ihre Produktion verantwortlich zu gestalten.


Klimaschutz im Wald muss die Interessen der Waldbewohner und den Schutz der Biodiversität berücksichtigen. Dies ist die Hauptforderung von CARE und WWF.


Rund 65.000 junge Aale wird Ministerin Ilse Aigner in der Havel aussetzen, mit dem Ziel, den Bestand der Tiere in den Flüssen zu stärken.



Mit insgesamt 5.000 Euro ist der Hochwasserpreis der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V. dotiert, der sich vorallem an Kunstschaffende auch über den Mitgliedsbereich der HWNG Rhein hinaus richtet.

Artgerechte Tierhaltung




Die Artgerechte Tierhaltung ist eine möglichst an den ursprünglichen Verhaltensweisen und Lebensraumbedingungen der domestizierten Tiere orientierte Form der Tierhaltung.




Die Haltung von Haus- und Nutztieren kann immer nur einen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Tiere und den (wirtschaftlichen) Anforderungen der Menschen darstellen. Die Artgerechte Tierhaltung wird den Bedürfnissen der Tiere im Gegensatz zur konventionellen Haltung (z.B. Massentierhaltung ) am ehesten gerecht, da die Lebensumwelt, ein weitgehend artgerechtes Leben ermöglicht.

Aufgrund der Domestikation, d.h. Züchtung und Anpassung von Wildtieren an die Nutzungsziele und die Umgebung des Menschen, bedürfen Haus- und Nutztiere der Hege durch den Menschen, da sie sich in ihrer natürlichen Umgebung nicht mehr ausreichend selbst versorgen könnten. Die natürlichen Verhaltensweisen bleiben dabei zum größten Teil erhalten (Bewegungsdrang, Bedürfnis nach Verstecken etc.) und müssen ausgelebt werden. Eine Artgerechte Tierhaltung steigert das Wohlbefinden der Tiere und somit auch die "tierische Leistung" (u.a. Qualität des Fleisches, der Milch , des Fells) ; sie entspricht allerdings nicht den unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erzielbaren "Höchstleistungen" konventioneller Tierhaltung.

Tiere in artgerechter Haltungsform sind vitaler und weniger stressanfällig, erkranken seltener und reagieren nicht überempfindlich bei der Behandlung mit (Futtermittelzusätzen und Tierarzneimitteln). Zudem verhalten sie sich untereinander verträglicher. Die Artgerechte Tierhaltung wird vor allem in der Ökologischen Tierhaltung, d.h. auf biologisch wirtschaftenden Betrieben, verwirklicht, allerdings sind auch im Bereich Tierschutz hier bisher noch Mängel zu beklagen, die mit der seit Herbst 2000 gültigen EU- Verordnung für die ökologische Tierhaltung beseitigt werden sollen.

Die Ursachen für eine nicht Artgerechte Tierhaltung liegen v.a. in der fehlenden Kenntnis der Bedürfnisse der Tiere und mangelhafter Beratung der Landwirte, wie auch in den für eine Artgerechte Tierhaltung oft notwendigen teuren Umbaumaßnahmen von alten Gebäuden oder erforderliche Neubauten. Wichtige Kriterien für eine Artgerechte Tierhaltung sind eine den Sozialbeziehungen der Tiere angepaßte Größe der Gruppe, ein ausreichendes Platzangebot pro Tier sowie die Gelegenheit zum Auslauf, getrennte Lebensbereiche zum Fressen, Liegen und Koten, ein optimales Stallklima, eine artgerechte Fütterung und nicht zuletzt ein "tierwürdiges" Töten der Tiere.

Lit.: Agrarbündnis e.V.: Alternativer Agrarbericht 2000; ABL Bauernblatt Verlags GmbH


Weiterführende Informationen:

Haupttreffer:

Höhere Zuwächse bei Massentierhaltung Höhere Zuwächse bei Massentierhaltung
Hannover/Berlin, 10.06.2009: In einer Zeit, wo das Höfesterben weitergeht, werden in Deutschland immer mehr Nutztiere in Massentierhaltungsanlagen gehalten. Die meisten industriellen Schweine- und Geflügelställe werden in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gebaut. In Niedersachsen kommen beispielsweise zu den derzeit rund acht Millionen Schweinen 1,2 Millionen ...
Keine Keine "artgerechte Tierhaltung" bei Weihenstephan
Berlin, 23.01.2008: Auf der Verpackung ihrer "Alpenmilch" versprach die Molkerei Weihenstephan, die Kühe würden artgerecht gehalten. foodwatch wollte es genauer wissen und fragte nach, mehrmals. Doch der Beleg für diese These blieb aus. Seit Anfang 2008 verzichtet Weihenstephan nun auf diese Behauptung.
Buchrezension: Tierhaltung in Deutschland Buchrezension: Tierhaltung in Deutschland
Köln, 09.02.2007: Ab 1. Januar 2007 sollte die Käfighaltung von Legehennen in Deutschland eigentlich nicht mehr erlaubt sein. „Eigentlich“ – denn 2006 haben die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Bundesrat das Verbot ausgehebelt und die Käfige beschönigend als "ausgestaltete Kleinvolieren" deklariert. Nach der Meinung von Tierschutzverbänden handelt es sich um Etikettenschwindel und die sogenannten Kleinvolieren können keine tiergerechtere Legehennenhaltung garantieren.
Leben mit und von Tieren – Ethik in der Tierhaltung Leben mit und von Tieren – Ethik in der Tierhaltung
Bonn, 04.10.2006: Vor allem unterschiedliche Wertvorstellungen, Auffassungen und Interpretationen der „richtigen“ Haltung von Nutztieren bestimmen die oftmals emotional geprägte Auseinandersetzung über dieses Thema maßgeblich und sie rücken es nach Angaben der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) gerade zum Welttierschutztag am 4. Oktober wieder in den Fokus des öffentlichen Interesses.
Papst Benedikt XVI verurteilt Intensivtierhaltung Papst Benedikt XVI verurteilt Intensivtierhaltung
München/Altötting/Regensburg/Freising, 10.09.2006: Während der Bayern-Tour von Papst Benedikt XVI startet die int. Tierrechtsorganisation PETA eine Kampagne, um die Gläubigen auf dessen tierfreundliche Aussagen aufmerksam zu machen. Durch Fleischskandale und Tierseuchen argumentativ gestärkt fordert PETA die Katholiken auf, die grausame Intensivtierhaltung nicht länger zu unterstützen und sich für eine gesunde ....

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