Artensterben
Das A. hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Man schätzt, daß in vorgeschichtlicher Zeit alle paar tausend Jahre eine Art verschwand. In den letzten 300 Jahren verschwand alle 10 Jahre eine Art, gegenwärtig geht in Deutschland durchschnittlich jedes Jahr eine Pflanzen- und Tierart verloren. Weit mehr Arten werden in der
Roten Liste als gefährdet eingestuft. Wenn die Entwicklung des Artenschwundes anhält, ist zu befürchten, daß binnen kurzer Zeit
Flora und
Die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem begrenzten Areal lebende Tierwelt.
Fauna
um 60%-90% zurückschrumpfen.
Hauptursache für das A. ist die Zerstörung der natürlichen Lebensräume, insb. die Beseitigung von Übergangsbereichen und Sonderstandorten und die
Entwässerung. Hauptverursacher ist die
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Landwirtschaft
, gefolgt vom
siehe Sanfter Tourismus, Nachhaltiger Tourismus, Blaue Flagge, Freizeit und Umwelt, Alpen, Schutzwald.
Tourismus
. Dabei geht die
Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt
besonders durch den Verlust von Feuchtgebieten, wie z.B. bei
Mooren, Bach- und Flußauen zurück, da dort keinerlei Rückzugsmöglichkeiten für Tiere und Pflanzen bestehen. Häufig sind durch den Verlust einer Pflanzen- oder Tierart gleich 10-30 weitere Arten gefährdet, deren Nahrungsgrundlage, Lebens- oder Brutplatz von dieser Art abhing.
Ursachen für das A. in Deutschland: die Zerstörung, Zersplitterung, Verkleinerung und Entwertung der Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen. Dazu kommt es durch Überbauen, Versiegeln und Zerschneiden von Flächen, durch Beseitigung von Landschaftsstrukturelementen, wie Gehölzen, Hecken, Sträucher u.ä., durch Schadstoffbelastungen und durch Änderung des Wasserhaushaltes von Flächen (
Grundwasserabsenkung). Pflanzen werden hauptsächlich durch immer intensivere
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Landwirtschaft
mit Düngemittel- und
Pestizideinsatz sowie durch Flächenänderungen verdrängt.
Hauptursachen der weltweiten Gefährdung der
Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Artenvielfalt
sind: Übermäßige Ausbeutung des
Regenwaldes, Übernutzung von Weideflächen, die ständig intensiver werdende landwirtschaftliche Nutzung, Schadstoff-
Immissionen und direkte Entnahme wildlebender Arten für kommerzielle Zwecke (
Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen). Die zunehmende Erwärmung der Erde infolge des
Treibhauseffekts wird das A. weiter beschleunigen und bedroht bereits heute viele Arten.
Die Temperaturveränderungen sowie der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels gehen so schnell vonstatten, daß viele Arten sich weder anpassen noch umsiedeln können.
Das Aussterben einer Art ist ein nicht umkehrbarer Vorgang. Das genetische Potential der ausgestorbenen Arten, die einmal wertvoll für die Gewinnung neuer oder veränderter
Nutzpflanzen sind in Kultur (Ackerbau) genommene Pflanzen, die als Nahrungsmittel, Futtermittel oder als nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Die heute überwiegend genutzten Nutzpflanzen sind kultivierte Sorten, die entzweder durch Züchtung oder gentechnische Methoden in Ertrag und Resistenzen optimiert werden. Wild wachsende Nutzpflanzen werden überwiegend noch von den verbliebenen Naturvölkern genutzt.
Nutzpflanzen
und -tiere (Auffrischen des Erbgutes, Resistenzen) aber auch für die Herstellung von Medikamenten sein könnten, ist für immer verloren.
Früher bestand die Nahrung aus vielen tausend Pflanzenarten, heute sind es nur noch 150 Arten, wobei sich die Mehrheit der Weltbevölkerung nur noch von 12 Sorten ernährt. Bei der täglich fortschreitenden Abholzung des Regenwaldes gehen unwiederbringlich bedeutende Arten verloren. Statt den
Der R. ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde.
Regenwald
zu schützen, versuchen Pharmakonzerne, sich die genetischen Informationen der bedrohten Pflanzen zu sichern, um daraus später u.U. Arzneimittel ableiten zu können.
Auf dem Umweltgipfel in Rio 1992 ging es beim Artenschutzabkommen u.a. um die Frage, wem die Vermarktungsrechte für solche genetisch erfaßten und später ausgestorbenen Pflanzen gehören, den Pharmakonzernen oder den Ursprungsländern. Das Artenschutzabkommen ließ die Rechte weitgehend bei den Ursprungsländern, weshalb die USA ihre Unterschrift verweigerten (
Molekularbiologisch: Sammlung klonierter DNS-Fragmente, die dem Genom eines Organismus entstammen.
Genbank
).
Die Industrieländer sind oft für die Ausbeutung von
Ökosystemen in der Dritten Welt verantwortlich, da sie Hauptabnehmer von
T. ist das Holz, das in den Tropen im sog. Regenwald wächst und eingeschlagen wird.
Tropenholz
und in Monokulturen erzeugten Futter- und Nahrungsmitteln sind. Die Übernutzung von Weideflächen ist oft nur möglich geworden durch Entwicklungshilfeprojekte, die ohne ausreichende Prüfung der ökologischen Folgen durchgeführt wurden.
Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu.
Artenschutz
bedeutet für viele Profitverzicht.
Daher soll jetzt anstelle von Handelsverboten die sogenannte nachhaltige Nutzung erlaubt werden. Dabei wird der Natur nur so viel entnommen, wie sie selbst wieder reproduzieren kann. Hauptursache für das A. in der Dritten Welt ist aber die Armut. Natürliche
Der Begriff Ressourcen bezeichnet die Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe oder Mittel um bestimmte Aufagben zu lösen.
Ressourcen
werden bis aufs letzte ausgebeutet, um den Hunger zu stillen. Viele Bevölkerungsgruppen können sich eine längerfristige ökologische Nutzung ihrer
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
einfach nicht mehr leisten.
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Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens
Berlin/Madrid, 27.01.2010: Der NABU hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen aufgefordert, sich auf der Konferenz der spanischen Ratspräsidentschaft (26.-27.1.) für ein ambitioniertes Biodiversitätsziel einzusetzen. Alle bisherigen Forschungsberichte haben belegt, dass die Europäische Union ihr selbst gestecktes Ziel, das Artensterben bis zum Ende des Jahres 2010 zu stoppen, mit ihrer bisherigen Politik nicht erreichen kann. |
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Gewinner und Verlierer des Artensterbens
Frankfurt, 30.12.2008: Die Umweltstiftung WWF zieht eine durchwachsene Jahresbilanz. Zwar gibt es für manche Arten Grund zur Hoffnung, doch das Massensterben im Tier- und Pflanzenreich dauert mit unverminderter Härte und gnadeloser Schnelligkeit an, sagt Volker Homes, Leiter des WWF-Artenschutzteams. Hauptursachen sind Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Wilderei und Übernutzung durch den Menschen. |
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Artensterben stoppen
Berlin, 03.03.2008: Anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem verstärkten Artensterben gewarnt, wenn die Bundesregierung nicht endlich die europäischen Naturschutzrichtlinien vollständig umsetze. Der Erhalt von mehr als 60 Prozent der nach EU-Recht geschützten Arten sei hierzulande bedroht. |
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Wirtschaftliche Folgen des Artensterbens
Brüssel, 16.11.2007: Die Europäische Kommission hat eine Internet-Konsultation über die Kosten des Artensterbens gestartet. Nach einer entsprechenden Einigung der Umweltminister auf dem G8+5-Gipfel im März 2007 in Potsdam unterstützt die EU-Kommission damit Deutschland bei den Vorbereitungen für eine Studie über die wirtschaftliche Bedeutung des Artensterbens. Die Leitung der Studie wird ein unabhängiger Wirtschaftswissenschaftler übernehmen. |
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Dramatisches Artensterben in den Ozeanen
Hamburg, 03.11.2006: Der WWF zeigt sich besorgt über die Ergebnisse einer von kanadischen Wissenschaftlern im Magazin "Science" veröffentlichten Studie. Der Report sagt den Kollaps aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände bis 2048 voraus wenn die Menschen die Ozeane weiter wie bisher plündern. Als Gründe nennen die Autoren Überfischung, Verschmutzung, Zerstörung der Lebensräume und den Klimawandel. |
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