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Umweltlexikon

Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet.



Der Wissenschaftliche Rat zur Erforschung der Meere (ICES) hat heute seine Bilanz zum Zustand der Fischbestände in der Ostsee und seine Fangempfehlungen für das Jahr 2011 veröffentlicht.


Biolebensmittel sind nicht automatisch gesünder oder schmackhafter als konventionelle Lebensmittel. Nach den test-Qualtiätsurteilen gibt es im Durchschnitt auch sonst keine qualitativen Unterschiede.


Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung hat foodwatch Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium gestellt.


Rechtzeitig zu Beginn der Grill-Saison liefert PETA Deutschland e.V. praktische Tipps zum Grillen ohne Fleisch.


Auf der am Montag stattfindenden Anhörung des Bundestag-Agrarausschusses wird ein Gutachten vorgestellt, in dem die Abschaffung von Direktzahlungen gefordert wird.


Mehr als 40 in der „Aktion GEN-Klage“ vernetzte Verbände und Organisationen wollen vor dem Europäischen Gerichtshof die Zulassung der umstrittenen Gentech-Kartoffel Amflora kippen.


- Mehr Klarheit zu den Zahlen.

Waldsterben


Immissionsbedingtes W. tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die Schadstoffe großräumig verteilten, trat das W. dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf.



Bis heute sterben die Wälder in ganz Europa und in Nordamerika. Nachdem das W. anfangs nur bei Tanne und Fichte registriert wurde, sind in der Zwischen-zeit fast alle anderen Baumarten ebenfalls betroffen, stellenweise ist der Krankheitszustand der Laubbäume bedrohlicher als der der Nadelbäume (vgl. auch Waldschadenserhebung 2003, Bundesverbraucherministerium Bonn).

Beim W. handelt es sich nicht um die Erkrankung einzelner Baumarten, sondern um eine Störung der gesamten Beziehung Baum- Boden - Luft , einer Erkrankung des gesamten 'Ökosystems. Diese Störung bedroht auch zunehmend mehr Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz. Insofern ist der Begriff W. treffend und wird aber auch durch den Begriff »neuartige Waldschäden« ersetzt.

Eine Schlüsselrolle im W. kommt den Luftschadstoffen zu. Neben dem hauptsächlich aus der Landwirtschaft stammenden Ammoniak und den v.a. durch das Autofahren entstehenden Photooxidantien , wie Ozon ( Sommersmog ), sind es insbesondere die aus den Autos ( Schadstoffe aus Kfz , Lkw-Verkehr ), Flugzeugen ( Flugverkehr ), Heizungs-, Industrie - und Kraftwerksanlagen stammenden Stickoxide und das Schwefeldioxid , die den Wald schädigen.

Folgende Symptome des W. sind u.a. bekannt: Bei allen Baumarten tritt mit zunehmendem Krankheitszustand eine Verlichtung der Krone auf, d.h., die betroffenen Bäume verlieren mehr und mehr Blätter bzw. Nadeln, so dass man z.B. selbst im Sommer leicht durch das Blätterdach einer Buche hindurchsehen und an vielen Stellen den Himmel erblicken kann.

Speziell bei den Nadelbäumen treten folgende Schadsymptome auf: Das Höhenwachstum stagniert; Harzaustritt an Ästen und Stämmen im benadelten Kronenbereich; im fortgeschrittenen Stadium nur noch 1-2 Nadeljahrgänge an den Zweigen (bei gesunder Fichte 7-10, Tanne 10-12 Nadeljahrgänge).
Fichte: Nadelverlust in Verbindung mit hängenden Zweigen (Lamettasyndrom). Tanne: Absterben der Baumspitze und Bildung von Seitentrieben (Storchennest); Bildung von Waserreisern: büschelartig vom Stamm abstehende, spät nachwachsende Zweige.

Laubbäume, insbesondere Buche: gestörtes Seiten-wachstum der Triebe führt zu unnatürlich langen Trieben (Peitschentrieben); oft nur kleine Blätter; deformierte Blätter infolge von Wachstumsstörungen, Blätter fallen noch grün vom Baum. Ferner Mangelsymptome durch gestörte Nährstoffaufnahme, z.B. Vergilbung der Blätter durch Magnesiummangel, sowie weiße Blattflecken durch Ozon -Einwirkung.

Auswirkungen des W.: Durch das W. sind alle Funktionen gefährdet, die ein gesunder Wald im Kreislauf der Natur übernehmen kann ( Waldfunktionen ). Eine der gravierendsten Folgen des W. dürfte der Verlust des Waldes als Grund-Wasserspeicher ( Wasserhaushalt des Waldes , Bodenversauerung , Saurer Regen , Sorptionsvermögen) und das Verschwinden der alpinen Schutzwälder sein, die eine Besiedlung vieler Alpentäler überhaupt erst ermöglichen. Die globalen Auswirkungen des W. auf Klima und Umwelt sind noch nicht annähernd erfasst. Mit Sicherheit wird das Absterben großer Waldteile, sei es durch Brandrodung oder emissionsbedingt, den Treibhauseffekt weiter anheizen, da der in den Bäumen festgelegte Kohlenstoff vorzeitig wieder freigesetzt wird. Ein geschädigter Wald bindet zudem weniger Kohlendioxid als ein gesunder.

Gegenmaßnahmen: Nach wie vor muss eine rasche Verminderung aller Luftschadstoffe das vordringliche Ziel sein; v.a. eine Senkung der Schwefeldioxid - und Stickoxidemissionen ist zwingend erforderlich. Dies kann v.a. erreicht werden durch:
  • Energiesparmaßnahmen,
  • Verstärkte Einführung regenerativer Energiequellen
  • Nachrüstung von Kraftwerken mit Rückhaltesystemen ( Rauchgasentschwefelungsanlagen , Rauchgasentstickungsanlagen , Großfeue-rungsanlagenverordnung).


Von besonderer Bedeutung ist der Verkehrssektor, der im besonderen Maße für die Stickoxidemissionen und die Ozon -Entstehung verantwortlich ist. Sofortmaßnahme sollte eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen sein. Mittel- und langfristig ist der Auto - und Lkw-Verkehr zugunsten von Öffentlichem Personennahverkehr und Schienenverkehr einzudämmen.
In den gefährdeten Bergwaldregionen ist die Freizeitnutzung einzuschränken.

Haupttreffer:

Der eigene Wald Der eigene Wald
Köln, 03.08.2010: Der Förster und Fachautor Peter Wohlleben aus der Eifel ist bekannt für seine unkonventionellen Sichtweisen, mit denen er bei Kollegen und Jägern aber auch Naturschützern oft aneckt. Jetzt hat Wohlleben ein Praxisratgeber für Waldbesitzer geschrieben, die ihren Privatwald nach seinen langjährigen Erfahrungen ökologisch und ökonomisch erfolgreich nutzen wollen.
Fortschritt für Urwaldschutz Fortschritt für Urwaldschutz
München/Straßburg, 07.07.2010: EU-Parlament verabschiedet Einfuhrverbot für illegal geschlagene Hölzer. Die Einfuhr illegal geschlagener Tropenhölzer in die EU wird künftig verboten. Am heutigen Mittwoch will das Europäische Parlament einer entsprechenden Verordnung zustimmen.
TV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther Jauch TV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther Jauch
Hamburg/Stuer, 22.06.2010: Seit drei Jahren lebt Bärin Maya mit ihren Söhnen Ben und Felix im BÄRENWALD Müritz, dem Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Fernsehteam hat die Bären begleitet – wie gut sich die Bären entwickelt haben, zeigt RTL am 23.06.2010 in der Sendung „Stern TV“ um 22.15 Uhr.
Neues Waldgesetz verschenkt Chancen für Natur- und Artenschutz Neues Waldgesetz verschenkt Chancen für Natur- und Artenschutz
Berlin, 21.06.2010: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist das vom Bundestag beschlossene Bundeswaldgesetz eine verschenkte Chance für mehr Natur- und Artenschutz im deutschen Wald. Der Gesetzgeber habe es versäumt, verbindliche und bundesweit gültige Standards der guten fachlichen Praxis festzuschreiben, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Spielregeln für Klimaschutz im Wald Spielregeln für Klimaschutz im Wald
Frankfurt a. M., 27.05.2010: Klimaschutz im Wald muss die Interessen der Waldbewohner und den Schutz der Biodiversität berücksichtigen. Dies ist die Hauptforderung von CARE und WWF. Die Organisationen appellieren an die Regierungen, die sich aktuell zur Klima und Waldschutzkonferenz in Oslo treffen, bei allen Bemühungen des Wald- und Klimaschutzes die Auswirkungen für Menschen und Umwelt im Blick zu behalten.

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