Waldsterben
Immissionsbedingtes W. tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.
Schadstoffe
großräumig verteilten, trat das W. dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf. Bis heute sterben die Wälder in ganz
Der Name E. wird heute häufig synonym für die Europäische Gemeinschaft (EG) verwendet, die jedoch nur einen Teil von E. umfaßt. Dem geographischen Umfang nach ist E. mit etwas über 10 Mio km2 der zweitkleinste Erdteil.
Europa
und in Nordamerika. Nachdem das W. anfangs nur bei Tanne und Fichte registriert wurde, sind in der Zwischen-zeit fast alle anderen Baumarten ebenfalls betroffen, stellenweise ist der Krankheitszustand der Laubbäume bedrohlicher als der der Nadelbäume (vgl. auch
Nachdem im Jahre 1983 die Waldschadensfläche auf Basis der 1982 erstmals durchgeführten W. sprunghaft zunahm und das "neuartige" weil erstmals großflächige Waldsterben im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stand, wurden seit 1984 jährlich bundeseinheitliche W. durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchführt und veröffentlicht.
Waldschadenserhebung
2003, Bundesverbraucherministerium Bonn).
Beim W. handelt es sich nicht um die Erkrankung einzelner Baumarten, sondern um eine Störung der gesamten Beziehung Baum-
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.
Boden
-
Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.
Luft
, einer Erkrankung des gesamten 'Ökosystems. Diese Störung bedroht auch zunehmend mehr Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz. Insofern ist der Begriff W. treffend und wird aber auch durch den Begriff »neuartige Waldschäden« ersetzt.
Eine Schlüsselrolle im W. kommt den Luftschadstoffen zu. Neben dem hauptsächlich aus der
Oberbegriff für gewerblichen Pflanzenanbau und Tierhaltung.
Landwirtschaft
stammenden
A. ist ein farbloses Gas mit stechendem Geruch.
Ammoniak
und den v.a. durch das Autofahren entstehenden
Luftschadstoffe werden durch Sonnenlicht oxidiert, wodurch in der Atmosphäre neue Schadstoffe wie Ozon, Peroxyacetylnitrat (Leitsubstanzen) und Wasserstoffperoxid entstehen.
Photooxidantien
, wie
O. ist ein Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen, es wirkt als sehr starkes Oxidationsmittel mit typischem, leicht stechendem Geruch (Geruchsschwelle bei 10 pp in der Luft.
Ozon
(
(Photochemischer Smog, Los-Angeles-Smog.) Während im Wintersmog Verbrennungsprodukte (Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid) und Stäube direkt gesundheitsschädlich wirken, wird die schädliche Wirkung des S. von Photooxidantien (v.a. Ozon, Peroxyacetylnitrat) verursacht.
Sommersmog
), sind es insbesondere die aus den Autos (
Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen.
Schadstoffe
aus
siehe Auto, Lastkraftwagen, Verkehr
Kfz
,
Den stärksten Anteil am Transportaufkommen hat wegen seiner Verteilerfunktion der L. Auf der Straße wurden im Jahr 2003 2.909 Mill. Tonnen befördert, rund 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2002.
Lkw-Verkehr
), Flugzeugen (
Der F. ist der Verkehrsbereich mit den größten Wachstumsraten.
Flugverkehr
), Heizungs-,
Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor).
Industrie
- und Kraftwerksanlagen stammenden
Die Gase Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid werden unter dem Begriff zusammengefasst.
Stickoxide
und das
S. ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das beim Einleiten in Wasser schweflige Säure bildet. In der Natur befindet sich S. in vulkanischen Gasen und im Erdgas. 98 Prozent des industriell erzeugten S. dient zur Schwefelsäureherstellung.
Schwefeldioxid
, die den Wald schädigen.
Folgende Symptome des W. sind u.a. bekannt: Bei allen Baumarten tritt mit zunehmendem Krankheitszustand eine
Begriff aus der Forstwirtschaft. Einzelne Bäume verlichten durch Verlust von Nadeln und Blättern, Wälder durch Absterben oder "Ernten" von Bäumen, für die keine Verjüngung nachwächst.
Verlichtung
der Krone auf, d.h., die betroffenen Bäume verlieren mehr und mehr Blätter bzw. Nadeln, so dass man z.B. selbst im Sommer leicht durch das Blätterdach einer Buche hindurchsehen und an vielen Stellen den Himmel erblicken kann.
Speziell bei den Nadelbäumen treten folgende Schadsymptome auf: Das Höhenwachstum stagniert; Harzaustritt an Ästen und Stämmen im benadelten Kronenbereich; im fortgeschrittenen Stadium nur noch 1-2 Nadeljahrgänge an den Zweigen (bei gesunder Fichte 7-10, Tanne 10-12 Nadeljahrgänge).
Fichte: Nadelverlust in Verbindung mit hängenden Zweigen (Lamettasyndrom). Tanne: Absterben der Baumspitze und Bildung von Seitentrieben (Storchennest); Bildung von Waserreisern: büschelartig vom Stamm abstehende, spät nachwachsende Zweige.
Laubbäume, insbesondere Buche: gestörtes Seiten-wachstum der Triebe führt zu unnatürlich langen Trieben (Peitschentrieben); oft nur kleine Blätter; deformierte Blätter infolge von Wachstumsstörungen, Blätter fallen noch grün vom Baum. Ferner Mangelsymptome durch gestörte Nährstoffaufnahme, z.B. Vergilbung der Blätter durch Magnesiummangel, sowie weiße Blattflecken durch
O. ist ein Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen, es wirkt als sehr starkes Oxidationsmittel mit typischem, leicht stechendem Geruch (Geruchsschwelle bei 10 pp in der Luft.
Ozon
-Einwirkung.
Auswirkungen des W.: Durch das W. sind alle Funktionen gefährdet, die ein gesunder Wald im Kreislauf der Natur übernehmen kann (
Für die Natur, aber auch speziell für den Menschen, hat der Wald eine ganze Fülle wichtiger, meist unersetzlicher Funktionen.
Waldfunktionen
). Eine der gravierendsten Folgen des W. dürfte der Verlust des Waldes als Grund-Wasserspeicher (
Die Wasserbilanz eines Waldes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Der Anteil des Kronendurchlasses (das Wasser, das direkt durch die Lücken im Kronendach auf den Waldboden fällt) ist abhängig vom Baumalter, der Baumart und der Waldstruktur: Laubbäume 57-78%, Nadelbäume 70-80% bei Starkregen, bei Schwachregen 15-20%.
Wasserhaushalt des Waldes
,
Die B. stellt für die meisten mitteleuropäischen Böden einen natürlichen Vorgang dar.
Bodenversauerung
,
Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) wird der enthaltene Schwefel zum größten teil in gasförmiges Schwefeldioxid umgewandelt.
Saurer Regen
, Sorptionsvermögen) und das Verschwinden der alpinen Schutzwälder sein, die eine Besiedlung vieler Alpentäler überhaupt erst ermöglichen. Die globalen Auswirkungen des W. auf
Das K.-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.
Klima
und
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.
Umwelt
sind noch nicht annähernd erfasst. Mit Sicherheit wird das Absterben großer Waldteile, sei es durch Brandrodung oder emissionsbedingt, den
Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben.
Treibhauseffekt
weiter anheizen, da der in den Bäumen festgelegte
Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Symbol C, Ordnungszahl 6, Schmelzpunkt 3.550 Grad C, Siedepunkt 4.830 Grad C, Dichte 3,15 g/cm3 (Diamant), 2,1 - 2,3 g/cm3 (Graphit), Nichtmetall.
Kohlenstoff
vorzeitig wieder freigesetzt wird. Ein geschädigter Wald bindet zudem weniger
Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.
Kohlendioxid
als ein gesunder.
Gegenmaßnahmen: Nach wie vor muss eine rasche Verminderung aller Luftschadstoffe das vordringliche Ziel sein; v.a. eine Senkung der
S. ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das beim Einleiten in Wasser schweflige Säure bildet. In der Natur befindet sich S. in vulkanischen Gasen und im Erdgas. 98 Prozent des industriell erzeugten S. dient zur Schwefelsäureherstellung.
Schwefeldioxid
- und Stickoxidemissionen ist zwingend erforderlich. Dies kann v.a. erreicht werden durch:
- Energiesparmaßnahmen,
- Verstärkte Einführung regenerativer Energiequellen
- Nachrüstung von Kraftwerken mit Rückhaltesystemen (
R. (REA) sind Anlagen, bei denen Schwefeloxide (Schwefeldioxid SO2 und Schwefeltrioxid SO3) aus Rauchgasen abgeschieden werden.
Rauchgasentschwefelungsanlagen
,
R. sind Anlagen zur Abscheidung von Stickoxiden aus Rauchgas, die eingesetzt werden, wenn sog. Primärmaßnahmen zur Stickoxidminderung nicht ausreichen.
Rauchgasentstickungsanlagen
, Großfeue-rungsanlagenverordnung).
Von besonderer Bedeutung ist der Verkehrssektor, der im besonderen Maße für die Stickoxidemissionen und die
O. ist ein Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen, es wirkt als sehr starkes Oxidationsmittel mit typischem, leicht stechendem Geruch (Geruchsschwelle bei 10 pp in der Luft.
Ozon
-Entstehung verantwortlich ist. Sofortmaßnahme sollte eine
In der Diskussion wird die G. im Kfz-Verkehr unterschieden nach einer G. innerhalb geschlossener Ortschaften und einem Tempolimit auf Landstraßen und Autobahnen.
Geschwindigkeitsbegrenzung
auf Autobahnen sein. Mittel- und langfristig ist der
Im Jahr 2001 bewegten sich 44,3 Millionen PKW in Deutschland. Im Jahr 2020 dürften es 52 Millionen sein. Voraussetzung ist ein Bevölkerungswachstum. Bei einer schrumpfenden Bevölkerungszahl geht die Studie von ca. 48 Millionen PKW aus. Die Fahrleistung der PKW geht aber zurück von derzeit 12 300 km pro Jahr auf ca. 11 500. Der Spritverbrauch wird von derzeit 7,7 Litern aufgrund neuer Technologien auf 3,7 bis 4,3 Liter fallen.
Auto
- und
Den stärksten Anteil am Transportaufkommen hat wegen seiner Verteilerfunktion der L. Auf der Straße wurden im Jahr 2003 2.909 Mill. Tonnen befördert, rund 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2002.
Lkw-Verkehr
zugunsten von Öffentlichem
siehe Öffentlicher Personennahverkehr.
Personennahverkehr
und
Unter Sch. versteht man schienengebundene Transportsysteme. Die verbreitetste Form sind hierbei Fahrzeuge, die das Rad-und-Schiene-Prinzip nutzen und einen eigenen Fahrantrieb haben oder von einer Lokomotive gezogen werden.
Schienenverkehr
einzudämmen.
In den gefährdeten Bergwaldregionen ist die Freizeitnutzung einzuschränken.
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Der eigene Wald
Köln, 03.08.2010: Der Förster und Fachautor Peter Wohlleben aus der Eifel ist bekannt für seine unkonventionellen Sichtweisen, mit denen er bei Kollegen und Jägern aber auch Naturschützern oft aneckt. Jetzt hat Wohlleben ein Praxisratgeber für Waldbesitzer geschrieben, die ihren Privatwald nach seinen langjährigen Erfahrungen ökologisch und ökonomisch erfolgreich nutzen wollen. |
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Fortschritt für Urwaldschutz
München/Straßburg, 07.07.2010: EU-Parlament verabschiedet Einfuhrverbot für illegal geschlagene Hölzer. Die Einfuhr illegal geschlagener Tropenhölzer in die EU wird künftig verboten. Am heutigen Mittwoch will das Europäische Parlament einer entsprechenden Verordnung zustimmen. |
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TV-Tipp: BÄRENWALD Müritz bei Günther Jauch
Hamburg/Stuer, 22.06.2010: Seit drei Jahren lebt Bärin Maya mit ihren Söhnen Ben und Felix im BÄRENWALD Müritz, dem Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Fernsehteam hat die Bären begleitet wie gut sich die Bären entwickelt haben, zeigt RTL am 23.06.2010 in der Sendung Stern TV um 22.15 Uhr. |
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Neues Waldgesetz verschenkt Chancen für Natur- und Artenschutz
Berlin, 21.06.2010: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist das vom Bundestag beschlossene Bundeswaldgesetz eine verschenkte Chance für mehr Natur- und Artenschutz im deutschen Wald. Der Gesetzgeber habe es versäumt, verbindliche und bundesweit gültige Standards der guten fachlichen Praxis festzuschreiben, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. |
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Spielregeln für Klimaschutz im Wald
Frankfurt a. M., 27.05.2010: Klimaschutz im Wald muss die Interessen der Waldbewohner und den Schutz der Biodiversität berücksichtigen. Dies ist die Hauptforderung von CARE und WWF. Die Organisationen appellieren an die Regierungen, die sich aktuell zur Klima und Waldschutzkonferenz in Oslo treffen, bei allen Bemühungen des Wald- und Klimaschutzes die Auswirkungen für Menschen und Umwelt im Blick zu behalten. |
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