Startseite
|
Rubrik: Landwirtschaft
| Stichwort: Nährstoffkreislauf des Waldes
Umweltlexikon-online.de: Nährstoffkreislauf des Waldes
Der Wald ist ein sich selbst erhaltendes Ökosystem, das seine Energie mit Hilfe der Photosynthese seiner Pflanzen aus dem Licht der Sonne gewinnt (Globalstrahlung).Die Nährstoffe befinden sich in einem ständigen Kreislauf. Die Pflanzen nehmen sie mit ihren Wurzeln aus dem
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.
Boden
auf und verwenden sie für ihren Stoffwechsel. Sterben die Pflanzen später wieder ab oder verlieren sie im Herbst ihre Blätter, werden sie durch die Bodenlebewelt des Waldes mineralisiert; die Nährstoffe werden wieder frei. Nährstoffverluste treten im Wald v.a. durch Auswaschung ins
Grundwasser,
Die Abtragung lockerer Bodenteile der Erdoberfläche durch Wasser oder Wind wird als Erosion bezeichnet.
Erosion
und Holzernte (
Holz ist das Zellgewebe von Bäumen. Es besteht zum größten Teil aus Zellulose und zelluloseähnlichen Stoffen.
Holz
,
F. ist die planmäßige Bewirtschaftung von Wäldern zur Holzgewinnung.
Forstwirtschaft
) auf.
Sie können durch den Eintrag aus der
Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.
Luft
und durch die im
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.
Boden
ablaufende Gesteinsverwitterung ersetzt werden. Natürliche Waldsysteme haben die Tendenz, Nährstoffe anzureichern (der Verlust ist geringer als die Zufuhr), so daß in der Geschichte eines Waldes immer anspruchsvollere Pflanzenarten heranwachsen können (
Als Sukzession bezeichnet man die sich mit der Zeit auf einem gegebenen Areal einander ablösenden Lebensgemeinschaften von Organismen aufgrund allmählicher oder tiefgreifender Veränderungen der Existenzbedingungen in einem Biotop.
Sukzession
).
Die
Die B. stellt für die meisten mitteleuropäischen Böden einen natürlichen Vorgang dar.
Bodenversauerung
(
Saurer Regen) kann den N. empfindlich stören.
Die Bodenlebewelt verändert sich negativ, was u.a. zu einer langsameren
siehe Kompostierung, Bodengefüge, Bodenorganismen, Humus.
Verrottung
abgestorbener Pflanzen und Pflanzenteile führt. Außerdem kommt es zu einer bevorzugten Auswaschung von Nährstoffen.
@Umweltlexikon?-
Der W. ist ein relativ naturnahes Bodensystem, da es in der Regel nicht oder nur selten bearbeitet oder gedüngt wurde. In vielen Wäldern Mitteleuropas wurden allerdings seit dem Mittelalter bis ins 19. Jh. Dem Wald Laubstreu oder Plaggen entnommen, was Nährstoffentzug und (Bodenversäurung) zur Folge hatte.
Waldboden
,
Immissionsbedingtes Waldsterben tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die Schadstoffe großräumig verteilten, trat das Waldsterben dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf.
Waldsterben
,
Nachdem im Jahre 1983 die Waldschadensfläche auf Basis der 1982 erstmals durchgeführten W. sprunghaft zunahm und das "neuartige" weil erstmals großflächige Waldsterben im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stand, wurden seit 1984 jährlich bundeseinheitliche W. durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchführt und veröffentlicht.
Waldschadenserhebung
, Ökosystem
21994 Aufrufe seit August 2009
Stand: 20. November 2010
Erstellt: 21. Mai 2001