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Umweltlexikon-online.de: Kenaf


Kenaf ist eine einjährige Faserpflanze, die mit Baumwolle verwandt und gehört zur Familie der Malvengewächse. Sie ist eine wärmeliebende Pflanze und in Europa auf Körnermaisstandorten gedeiht. Kenaf ist in Mitteleuropa einjährig, könnte aber ohne Frost mehrjährig sein. Der Name Cannabinus (hanfartig) läßt sich aus der hanf ähnlichen Blattform ableiten.

  • Systematik: Familie: Malvaceae (Malvengewächse), Art: Hibiscus cannabinus
  • Herkunft: Nordafrika, Mittelmeergebiet
  • Klimaansprüche: gemäßigt-heiß-feucht; gedeiht schlecht bei Sommertrockenheit
  • Anbausystem: Selbstunverträglichkeit: Einhaltung einer Anbaupause von drei Jahren
  • Aussaat: Mitte bis Ende Mai ab 15 °C; 45 bis 50 Pflanzen/m2
  • Düngung: Stickstoff: erste Gabe 20 bis 30 kg/Hektar, zweite Gabe 50 bis 60 kg/Hektar, Phosphat 60 kg/Hektar, Kalium: 120 kg/Hektar
  • Pflanzenschutz: Pilze : Botrytis, Sklerotinia; Schädlinge: Maiszünsler
  • Ernte: von Dezember bis Februar nach Absterben der Pflanzen; maschinell; das Erntegut muss spätestens nach 12 Stunden getrocknet werden
  • Ertrag: 5 bis 10 Tonnen/Hektar Trockensubstanz; Gesamtfasergehalt etwa 28 Prozent; Langfasern etwa 18 Prozent und Kurzfasern etwa 10 Prozent.
  • Qualitätskriterien: Faserqualität und -feinheit
  • Besonderheiten: Hohe Kälteempfindlichkeit, unmittelbare Trocknung nach Ernte.
Literatur:
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde. Nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen; Thieme Verlag Stuttgart 1997
  • Franke, W.: Nutzpflanzenkunde, Thieme Verlag Stuttgart 1992
  • KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung (Hrsg.): Leitfaden Nachwachsende Rohstoffe – Anbau, Verarbeitung, Produkte; C.F. Müller Verlag Heidelberg 1998
  • Rehm, S.: Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen: Anbau und wirtschaftliche Bedeutung, Verwertung. 3. Auflage Stuttgart 1996
  • Bellmann, H. et. al.: Steinbachs Großer Tier- und Pflanzenführer; Ulmer Verlag 2005
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Stand: 8. Oktober 2006
Erstellt: 29. Mai 2006
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
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